Auch "Zoropsis spinimana" oder "Kräuseljagdspinne" genannt

Nosferatu-Spinne vermehrt in Deutschland gesichtet: Ist ihr giftiger Biss gefährlich für uns?

Große braune Spinne
Aktuell wird die Nosferatu-Spinne in Deutschland häufiger gesichtet. Ist ihr Biss gefährlich für den Menschen?
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Aktuell häufen sich die Sichtungen von der Nosferatu-Spinne – vor allem in Südwestdeutschland. Das Tier kann mit seinem Biss die menschliche Haut durchdringen.

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Nosferatu-Spinne: Giftig - beißt aber nur, um sich zu verteidigen

Eigentlich stammt die Nosferatu-Spinne aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika. Doch aktuell mehren sich Nachweise der "Zoropsis spinimana", wie diese Spinnenart in der Fachsprache genannt wird, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern gehört sie zu den größeren Spinnen, die in Deutschland herumkrabbeln.

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Für alle Spinnen-Phobiker:innen ist der Anblick dieses massigen Achtbeiners wahrlich ein Graus. Doch Warnungen, die Spinne würde Menschen angreifen, stimmen so nicht. "Zoropsis spinimana" ist zwar giftig und gehört zu den wenigen Spinnenarten, die mit ihren Giftklauen die menschliche Haut durchdringen können, doch gefährlich ist ihr Biss für den Menschen nicht, informiert der Naturschutzbund (Nabu) Bremen. Die Nosferatu-Spinne beiße nur zu, wenn sie sich bedroht fühle und keine Möglichkeit mehr zu Flucht habe.

Wer doch von dem Achtbeiner gebissen wird, muss mit einem etwas leichteren Schmerz als bei einem Wespenstich rechnen, heißt es beim Naturkundemuseum Karlsruhe. Es kann einige Tage lang zu Hautrötungen und Schwellungen rund um die Bissstelle kommen. Deshalb raten Expert:innen davon ab, die Spinne mit der bloßen Hand einzufangen. Es sollte ein Glas und ein Papier genutzt werden, um das Tier aus der Wohnung zu bringen.

Die Nosferatu-Spinne jagt nicht mit Netzen, sondern Kräuselfangfäden

Die Kräuseljagdspinne, wie die Art auch genannt wird, wurde laut Nabu das erste Mal 2005 in Südwestdeutschland entdeckt. Wahrscheinlich ist die Spinne über Gütertransporte aus Südeuropa oder von Reisenden in die Bundesrepublik eingeschleppt worden. "Entlang des Rheins und dessen Nebenflüssen hat die Art sich durch die hier herrschenden und für sie günstigen Klimabedingungen etablieren können", heißt es beim Naturkundemuseum Karlsruhe.

Zuletzt ist sie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg aber häufiger auch in Gärten, Schuppen, Wohnungen oder auf Balkonen entdeckt worden. In Leipzig und Sachsen wurde die Nosferatu-Spinne erstmals 2021 entdeckt, wie die "Leipziger Volkszeitung" berichtete. Ein Jahr zuvor wurde auch ein Exemplar in Bremen gesichtet – es war wahrscheinlich im Urlaubsgepäck mitgereist. Laut Nabu Bremen könnten die Tiere es im Norden Deutschlands außerhalb von Häusern nicht schaffen, sich zu vermehren.

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Die Nosferatu-Spinne baut im Gegensatz zu anderen Spinnen keine Netze, sondern jagt nur mit sogenannten Kräuselfangfäden. Ihre Beute verfolgt sie und überwältigt sie mit einem Sprung. Sie kann durchaus Hausspinnen töten und fressen. Sie ist überwiegend nachts aktiv. Die Spinnenart lebt circa ein Jahr, Weibchen können bis zu eineinhalb Jahre alt werden. (stern.de/rha)

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei stern.de.