Gesundheitslexikon: Pharmazie

29. November 2018 - 15:50 Uhr

Pharmazie – Heilmittel für die verschiedensten Krankheiten

Es gibt kaum einen Menschen, der noch nie krank war. Wenn das Husten nicht mehr aufhört oder ein Ausschlag unangenehm juckt, führt kein Weg am Arztbesuch vorbei. Der Mediziner kann Medikamente für eine Heilung oder Symptomlinderung verschreiben. Das Angebot an Medikamenten ist heute vielfältig und hält für viele Leiden das passende Präparat bereit. Die Apotheke ist der Ort, an dem die Patienten Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel, kosmetische Erzeugnisse sowie Waren mit gesundheitsförderndem Bezug erwerben können.

Was versteht man unter dem Begriff Pharmazie?

Hinter dem Begriff Pharmazie verbirgt sich eine Wissenschaft, die sich um die Herstellung, Entwicklung und Abgabe von Arzneimitteln dreht. Die Pharmazie beschäftigt sich mit den Naturwissenschaften Chemie, Biologie und Physik und verbindet diese mit medizinischen Themen. Unter den Begriff Arzneimittel fallen Stoffe, die Krankheiten oder Beschwerden heilen, lindern, vorbeugen oder erkennen sollen. Darunter fallen ebenso Diagnosemittel, medizinische Flüssigkeiten, Infusionen, homöopathische Mittel sowie Arzneien, die in Apotheken zubereitet werden. Die pharmazeutische Forschung wird an den Universitäten, aber auch in Pharmaunternehmen durchgeführt. Bevor ein neues Arzneimittel in das Sortiment von Apotheken aufgenommen werden kann, benötigt es eine Arzneimittelzulassung von den Arzneimittelbehörden.

Seit wann gibt es die Pharmazie?

Die Beschäftigung mit der Herstellung von heilenden Mitteln gibt es schon seit jeher. Obgleich das Fach zu den ältesten akademischen Lehrfächern zählt, ist die Pharmazie als eigenständige Disziplin eine junge Wissenschaft. Erst im 17. und 18. Jahrhundert ist die Pharmazie als selbstständige Disziplin entstanden. Seit dem 20. Jahrhundert haben sich die Apotheken als Standort für den Arzneimittel-Kauf zu modernen Unternehmen entwickelt. Die Apotheker überprüfen die Qualität von Arzneimitteln und beraten die Patienten ausführlich rund um die Arzneimittel und die Gesundheit.

Wie wirken pharmazeutische Mittel?

Die Wirkungsweise von pharmazeutischen Arzneimitteln im Körper ist komplex. Vereinfacht gesagt, lösen die Stoffe im Körper Reaktionen aus, die sich entweder positiv oder negativ auf die eigene Gesundheit auswirken können. Die Arzneistoffe mit nachgewiesenem Nutzen werden mit dem Ziel eingesetzt, Krankheiten und diverse Beschwerden zu behandeln und abzumildern. Bei der Therapie mit Medikamenten ist allerdings eine hohe Sorgfalt nötig, da bereits geringe Veränderungen der Medikamentendosis gravierende Nebenwirkungen auslösen können. Daher sollte man sich stets genau an die empfohlene Dosierung und Anwendungshinweise halten, um unerwünschten Nebenwirkungen vorzubeugen. Die möglichen Nebenwirkungen können je nach Medikament und falscher Dosierung unterschiedlich ausfallen.

Warum ist der Fortschritt in der Pharmazie so wichtig für die Menschheit?

Die pharmazeutischen Arzneimittel haben eine große Bedeutung für die Menschheit, da sie bei gesundheitlichen Problemen die Heilung beschleunigen, aber auch Beschwerden wie Schmerzen lindern können. Selbst kleine Fortschritte innerhalb der Pharmazie sind für Patienten äußerst wichtig, da so das Behandlungsangebot stets erweitert werden kann. Die Verbesserungen der Arzneimittel sorgen für eine höhere Wirksamkeit und gewähren eine höhere Sicherheit vor möglichen Nebenwirkungen. Diese Vorteile erreicht die pharmazeutische Forschung durch Optimierung der Wirksubstanzen und neue Darreichungsformen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmt sind.