Bekannteste Heilpflanze Australiens

Gesundheitslexikon: Eukalyptus

16. Juli 2019 - 11:08 Uhr

Eukalyptus – die bewährte Heilpflanze mit breitem Wirkspektrum

Eukalyptus gehört zu den ältesten und bekanntesten Heilpflanzen. Er zeichnet sich vor allem durch seine antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften aus.

Was ist Eukalyptus und wo kommt er vor?

Der Eukalyptus weist etwa 600 verschiedene Arten auf und zählt zur Familie der Myrtengewächse. Die meisten Eukalypten sind schnell wachsende, dichte grüne Bäume oder Sträucher und bringen Blüten hervor. Eukalyptus besitzt einen starken, aromatischen und erfrischenden Geruch sowie Geschmack. Für die Naturheilkunde sind im Wesentlichen die blaugrünen Blätter des Baumes von Bedeutung. Sie enthalten wertvolle ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide. Das farblose Eukalyptusöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des Eukalyptusbaumes gewonnen. Die Heimat des Eukalyptus liegt in Australien und in Teilen Indonesiens. Er kommt aber auch in Europa vor.

Für welche Erkrankungen wird Eukalyptus verwendet?

Die Heilpflanze findet in Form von ätherischem Öl besonders zur Behandlung von akuten und chronischen Atemwegserkrankungen sowie Erkältungen Anwendung. Eukalyptus ist in der Lage, fest sitzenden Schleim in Bronchien und Nasennebenhöhlen zu lösen. Die in der Heilpflanze enthaltenen ätherischen Öle erleichtern das Abhusten, fördern den Abtransport des Sekrets und wirken krampflösend. Darüber hinaus kann Eukalyptus bei Entzündungen der Atemwege, der Bronchien, der Haut oder der Nasennebenhöhlen das Wachstum von Bakterien mindern. Die Heilpflanze übt auf Haut und Schleimhäute eine kühlende Wirkung aus und vermag die Durchblutung anzuregen. Eukalyptus lässt sich in Form von Öl inhalieren, als Kapsel einnehmen oder als Badezusatz benutzen. Beim Inhalieren des ätherischen Öls sollen die aufsteigenden Dämpfe tief eingeatmet werden. Dadurch gelingt es, die Schleimhäute zu befeuchten und Verstopfungen in den Nasennebenhöhlen zu beseitigen. Eukalyptus-Bonbons werden ganz einfach zur Linderung des Hustenreizes angewendet. Bei Erkältungen und Halsschmerzen kann sich auch Tee aus Eukalyptus-Blättern als hilfreich erweisen. Kopfschmerzen lassen sich oft durch das Auftragen von Eukalyptusöl oder Balsam auf die Schläfen lindern.

Hat Eukalyptus Nebenwirkungen?

In der Regel sind während der Heilbehandlung mit Eukalyptus kaum Nebenwirkungen festzustellen. Es ist aber darauf zu achten, dass Eukalyptusöl nicht konzentriert, sondern verdünnt angewendet wird. Das starke ätherische Öl würde ansonsten die Schleimhäute zu sehr reizen, was vor allem für Asthmakranke zu beachten ist. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist Eukalyptus besonders sorgsam anzuwenden. Im Handel sind daher auch kindgerechte Eukalyptus-Produkte erhältlich. Die Heilpflanze kann bei Menschen mit Magen- und Darmerkrankungen Übelkeit auslösen und sollte deshalb mit Vorsicht zum Einsatz kommen. Falls Eukalyptus im Gesicht aufgetragen wird, sind Reizungen der Haut möglich.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.