Schmerz sitzt zu tief

Geschäftspartner verkünden: Willi Herrens Reibekuchenbude macht wieder dicht

23. April 2021 - 10:42 Uhr

Schluss mit Willi Herrens Foodtruck

Es war ein lang gehegter Traum, den Willi Herren (†45) und seine Geschäftspartner Desireé und Jörg Hansen teilten: eine eigene Reibekuchenbude eröffnen. Am 16. April erfüllten sie sich diesen Traum mit der feierlichen Einweihung ihres Foodtrucks in Köln Frechen. Nur vier Tage später stirbt der Entertainer plötzlich. Er hinterlässt nicht nur einen leeren Foodtruck, sondern auch tiefe Trauer in seinem Umfeld. Trotz des Schicksalsschlages öffnete die "Rievkooche-Bud" zwischenzeitlich wieder. Doch der Schmerz sitzt zu tief, um mit dem kölschen Foodtruck weiterzumachen. Im Video erklärt Desiree, die die Wohnung des Entertainers am Tag seines Todes aufbrechen ließ, ihre Entscheidung.

„Du warst so stolz, so unbeschwert, so glücklich"

Es sollte ein neuer Lebensabschnitt für Willi werden. Nach der Trennung von Ehefrau Jasmin Herren (42) wollte er mit einer neuen Geschäftsidee durchstarten. Voller Tatendrang präsentierte Willi am 16. April sein neues "Baby". Immer an seiner Seite: Freundin und Geschäftspartnerin Desiree, die rückblickend immer noch nicht fassen kann, dass ihr Kumpel nicht mehr lebt.

Auf dem Instagram-Account des Reibekuchen-Trucks schwelgt sie nun in Erinnerungen an ihr gemeinsames Vorhaben: "Du warst so stolz, so unbeschwert, so glücklich! Wir hatten die größten Pläne. Wir haben nächtelang zusammengesessen und über das zukünftige Rievkooche-Imperium philosophiert", schreibt Desiree unter ihren emotionalen Post. Und weiter: "Noch am Freitag gabst du mir einen Kuss und flüstertes mir ins Ohr: 'Wir haben es geschafft!' Wie soll mein Leben nur ohne dich werden?"

Freunde müssen Abschied nehmen

Es sah erst so aus, als würde Desiree gemeinsam mit ihrem Ehemann Jörg "Willis größten Traum seit Kindheitstagen" weiterführen. Auf Instagram kündigte das Paar an, den Truck zu öffnen, um Freunden und Fans die Möglichkeit zu geben, Blumen und Kerzen abzulegen und um das Vermächtnis ihres Freundes zu würdigen. Doch dabei handelte es sich offensichtlich um eine einmalige Aktion. Außerdem bekamen Angehörige und Fans bei einem Trauermarsch die Möglichkeit, von dem lebensfrohen Sänger Abschied zu nehmen.

Die Todesursache wird aktuell noch untersucht. Die Staatsanwaltschaft ließ aber bereits ein vorläufiges Ergebnis verlauten.