Gericht entscheidet: Unterarm-Tattoo bei Polizei-Bewerber zulässig

08. Mai 2018 - 17:22 Uhr

Polizisten dürfen Tattoos haben

Eine großflächige Tätowierung auf dem Unterarm ist kein Grund, jemanden vom Polizeidienst auszuschließen. So hat das Verwaltungsgericht in Düsseldorf jetzt entschieden - und damit einem Kommissaranwärter Recht gegeben. Es bestätigte damit seine Entscheidung aus dem Eilverfahren im August 2017.

Das Land NRW übernahm den Mann nur unter Vorbehalt

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte den Bewerber wegen einer Löwenkopf-Tätowierung zunächst nicht zur Ausbildung zugelassen. Dagegen hat er sich nun vor dem Verwaltungsgericht im Eilverfahren erfolgreich zur Wehr gesetzt.

Trotz inzwischen erfolgreich absolvierter Ausbildung hatte das Land NRW den 25-Jährigen aber nur unter Vorbehalt in das Beamten-Verhältnis übernommen: Hätte das Land im Hauptverfahren gesiegt, wäre der Kommmissaranwärter entlassen worden.

Berlin gab bereits im Januar grünes Licht für großflächige Tattoos

Erst zu Beginn des Jahres verkündete die Polizei Berlin einen Entscheid zur Änderung der Dienstvorschriften für die Polizeibeamte. "Körperkunst ist für uns kein Problem", hieß es in einem offiziellen Facebook-Post der Berliner Polizei. Ausnahme blieben trotzdem Tattoos auf Hand, Hals oder Gesicht.