Juwelen aus dem Grünen Gewölbe nach Raub wieder zurück

Kunstdirektorin überglücklich: "Wie ein Weihnachtswunder!"

17.12.2022, Sachsen, Dresden: Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, beantwortet vor dem Justizzentrum die Fragen der Journalisten. Rund drei Jahre nach dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden haben die Ermi
Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlung Dresden, Marion Ackermann, ist überglücklich
skh, dpa, Sebastian Kahnert

Seit gestern ist ein „erheblicher“ Teil der Beute aus dem Dresdner Juwelendiebstahl von 2019 wieder da. Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlung Dresden zeigte sich nach dem Fund überglücklich. Die Polizei ist noch zurückhaltend.

Ackermann: "Ich habe immer daran geglaubt!"

„Es ist ein solcher Freudentaumel bei uns ausgebrochen, wir bekommen Nachrichten aus aller Welt. Die Menschen können es kaum fassen“, sagte Marion Ackermann im Gespräch mit „MDR Sachsen“ hörbar aufgelöst. „Das ist ein echtes Weihnachtswunder!“

Lese-Tipp: Sensations-Millionenfund! Polizei stellt Großteil der Beute aus dem historischen Grünen Gewölbe sicher

Rund drei Jahre musste sie auf diesen Moment warten, doch nun ist ein laut Polizei „erheblicher“ Teil der damals gestohlenen Schmuckstücke wieder in Dresden. „Ich habe immer daran geglaubt, dass die Garnituren wieder zurückkommen“, sagte Ackermann.

Großteil der Beute aus Grünem Gewölbe sichergestellt Sensations-Millionenfund!
01:07 min
Sensations-Millionenfund!
Großteil der Beute aus Grünem Gewölbe sichergestellt

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Polizei: "Unsere Zuversicht war fast aufgebraucht"

Gestohlene Juwelen
Diese Schmuckstücke wurden beim Juwelendiebstahl in Dresden entwendet.
deutsche presse agentur

Das geht scheinbar nicht allen so. Der Sprecher der Polizei Dresden, Thomas Geithner, räumte ein, die Polizei sei lange nur für die Öffentlichkeit optimistisch geblieben. „Je länger die Ermittlungen dauerten, desto mehr schmolz auch unsere Zuversicht“, räumte er ein.

Und auch ist noch nicht klar, ob die gefundenen Teile überhaupt echt sind. Laut Angaben der Polizei wurden die Stücke bisher kriminaltechnisch untersucht. Nach Informationen von „MDR Sachsen“ soll die Überprüfung der Echtheit heute beginnen – mit offenem Ende.

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Deal zwischen Verteidigern und Staatsanwaltschaft?

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Prozess um Juwelendiebstahl Grünes Gewölbe
skh kde wst, dpa, Sebastian Kahnert

Dass dieser Erfolg jetzt gefeiert werden kann, liegt wahrscheinlich an einem Deal zwischen den Rechtsanwälten der Angeklagten und der Staatsanwaltschaft. So könnten die vermeintlichen Täter den Aufenthalt des Schatzes verraten haben – und kassieren im Gegenzug eine niedrigere Strafe.

Am 25. November 2019 haben Diebe drei Juwelengarnituren aus dem Museum für Kunstsammlungen gestohlen. Es handelte sich um zwei Diamanten- und eine Brillant-Rautengarnitur. Die Vitrinen, aus denen die Gegenstände entwendet wurden, bestanden aus Sicherheitsglas. Der Wert wird auf insgesamt über 113 Millionen Euro geschätzt.

Hintergrund: Diebe plündern Schatzkammer

Seit Ende Januar müssen sich sechs junge Männer wegen schweren Bandendiebstahls, Brandstiftung und besonders schwerer Brandstiftung verantworten. Die Deutschen zwischen 23 und 28 Jahren stammen aus einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie. (tpo)