Gutachter stuft Andreas J. (45) als hochgefährlich ein

Gera: Verurteilter Sexualstraftäter vergreift sich schon wieder an einem Kind!

Verurteilter Sexualstraftäter Andreas J. (45)
Andreas J. (45) soll sich erneut an einem Kind vergriffen haben.

Obwohl Andreas J. (45) sechs Jahre lang für den sexuellen Missbrauch an einem Mädchen (15) im Gefängnis saß, vergriff er sich wohl nun wieder an einem Kind. Der Mann wurde nach seiner Haftentlassung im Oktober 2020 mit einer Auflage versehen, sich Kindern nicht nähern zu dürfen. Trotzdem lernte er eine Frau kennen – mit Kindern. Die Tochter (6) einer ihrer Freundinnen wurde offenbar zum Opfer. Nun steht der Mann erneut vor Gericht – und hat alles gestanden!

Andreas J. soll sich an Sechsjähriger vergangen haben

Er spricht leise und mit stockender Stimme, während er seine Tat gesteht. Andreas J. (45) ist angeklagt ein Wiederholungstäter zu sein. Denn nachdem er sich vor Jahren bereits an einem Mädchen (15) vergriffen hatte, schlug er nun wieder zu. Das Opfer: ein sechsjähriges Mädchen, die Tochter einer Freundin einer Frau, die er nach seiner Haft kennengelernt hatte.

Vom 1. September bis zum 22. Dezember 2021 soll Andreas J. sich an den Mädchen vergriffen haben, und das regelmäßig. Meist soll die Mutter des Kindes sogar im selben Haus gewesen sein. „Das ist unser Geheimnis“, soll er ihr gesagt haben. Das Kind musste die Tat sogar filmen.

Mädchen vertraut sich seinem Opa an

Insgesamt soll es vier Übegriffe gegeben haben. Drei Mal in seiner Wohnung, einmal in der Wohnung der Mutter.

Erst als das Mädchen sich seinem Großvater anvertraute, flog der Missbrauch auf. Er informierte die Eltern des Opfers.

Nach seiner Haft lebte er bis zum Februar 2021 in einem Betreuten Wohnen in Gera. Einmal im Monat musste er sich bei der Kriminalpolizei melden, dazu kamen regelmäßige Gespräche mit Psychologen.

Außerdem durfte er sich nach seiner Haftstrafe Kindern nicht mehr nähern. Trotzdem lernte er eine Frau mit Kindern kennen – die Staatsanwaltschaft genehmigte eine Ausnahme, dass er die Kinder der Frau trotzdem sehen durfte. Zum Opfer wurden allerdings das Kind einer Freundin der Frau.

Die beiden Familien wohnten nicht weit auseinander, freundeten sich an. (tpo)