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Fulda: Tegut baut Supermarkt-Konzept "teo" ohne Kassierer aus

Digitalisierte Märkte

Tegut baut Supermarkt-Konzept ohne Kassierer aus

Tegut baut Supermarkt-Konzept ohne Kassierer aus Digitalisierte Märkte

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In Seattle gab es bereits 2018 erste Supermärkte ohne Kassierer: Jetzt möchte Tegut nachrücken und erweitert nach ersten Testläufen in Fulda die Anzahl der Standorte der digitalisierten Minimärkte in Hessen. Welche Vorteile und Konsequenzen das Konzept ohne Kassierer künftig haben wird, im Video!

Digitalisiert und rund um die Uhr geöffnet

Ende Oktober letzten Jahres hat Tegut die ersten Supermärkte ohne Kassierer eröffnet. Das Konzept nennt sich „teo“ und wird aktuell in Fulda getestet. Die Kleinmärkte sind voll digitalisiert und 24 Stunden, an sieben Tagen die Woche, geöffnet. Das Einkaufen soll so flexibler gestaltet und in den individuellen Alltag mit eingebaut werden. Die Produktpalette reicht von Obst und Gemüse, bis hin zu Hygieneartikeln. Nach dem gewohnten Einkauf können Kunden ihre Artikel scannen und per App oder Bankkarte bezahlen.

Von dem besonderen Kauferlebnis sind die Fuldaer positiv überrascht: „Gerade für die Feiertage oder auch Sonntage. Wenn du nachts mal spontan was holen möchtest, sei es Essen und Trinken. Sehr praktisch“, sagt ein Kunde.

Sorgt das Konzept für Jobverluste?

Tegut Kleinmarkt "teo"
Tegut Kleinmarkt "teo" steht an Orten wie Büros, Kliniken oder Parkhäusern,
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Der Einkauf in den Märkten ist eine praktische Alternative für viele Menschen. Doch was bedeutet ein Supermarkt ohne Kassierer für den Arbeitsmarkt? Auf diese Fragen hat Jörg Funder, Direktor des Handelsforschungsinstituts, eine klare Antwort: „Diese Märkte, die Zukunft ohne Personal, davon muss man Abstand nehmen. Es ist eine Ergänzung, die an bestimmten Standorten, z. B. Bahnhöfen, Universitäten oder dort, wo sich normale Leben nicht lohnen, eingesetzt werden. Aber man braucht keine Angst haben um die Kassiererin. Man wird weiter in den normalen Supermarkt, den großen Markt gehen.“

Ein bisheriges Problem sei die reine Überwachung mit Kameras. Vandalismus oder Diebstahl kann dadurch nicht ausgeschlossen werden, doch Thomas Stäb, Leiter von Vertrieb und Expansion, ist bisher positiv gestimmt: „Also bis jetzt haben wir noch - Gott sei Dank - keine großartigen negativen Erfahrungen sammeln dürfen oder müssen.“

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Tegut ist so zufrieden mit der Entwicklung, dass in den nächsten Monaten 20 weitere „teo“-Standorte in Frankfurt, Darmstadt und Hanau geplant sind: „Wo der nächste zu 100 Prozent genau hinkommt, kann ich nicht sagen, weil das immer noch von Bauanträgen abhängig ist. Aber wir sind uns mit der Stadt Hanau und mit der Stadt Darmstadt ziemlich einig, dass wir dort Standorte etablieren wollen“, so Thomas Stäb.

(hdi)