Wut über Bahnchaos in Fürstenberg/Havel

Fahrgäste 7 Stunden lang der Hitze ausgeliefert - wegen Zugausfall

18. Juni 2021 - 16:51 Uhr

Kaum Informationen von der Deutschen Bahn

Etwa 60 Bahnfahrer saßen am Donnerstag rund sieben Stunden lang bei großer Hitze auf dem Bahnhof Fürstenberg/Havel fest, weil etliche Züge ausgefallen waren. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Personen. Nicht nur die Fahrgäste sondern auch der Bürgermeister des Ortes war empört über die mangelnden Informationen der Deutschen Bahn.

Bei Twitter machte diese Bahnfahrerin ihrem Ärger Luft

Ein Waldbrand bei Grüneberg (OHV) hat das Bahnchaos ausgelöst

Weil in Neustrelitz eine neue Brücke gebaut wird, kommt es im Bahnverkehr in der Region ohnehin schon zu Behinderungen. Wegen eines Waldbrandes bei Grüneberg (OHV) fielen dann zusätzliche Züge aus. Aktuell ist die Waldbrandgefahr in Brandenburg besonders groß.

In der Hitze ist stundenlanges Warten nicht einfach nur lästig sondern kann sogar gefährlich werden. Die Spitzentemperatur in der Region lag am Donnerstag bei 35 Grad und selbst um 20:00 Uhr war die Luft noch 30 Grad heiß.

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Versorgung der Fahrgäste durch die Feuerwehr

Der Bürgermeister und die Feuerwehr von Fürstenberg/Havel kümmerten sich um die gestrandeten Personen mit Bratwüsten und Wasser. Doch auch der Bürgermeister Robert Philipp klagte über zu wenig Informationen.

Lob für die Unterstützung der örtlichen Behörden

Die Deutsche Bahn entschuldigt sich

Auf Anfrage erhielt RTL am Freitag ein Statement der Deutschen Bahn. Darin werden Versäumnisse eingeräumt: "Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten", hieß es darin. "Auf der Strecke zwischen Berlin und Fürstenberg/Havel kamen gestern zwei Probleme zusammen: Zunächst musste ab dem Nachmittag der Verkehr auf Anordnung der Feuerwehr wegen eines nahen Wald- und Wiesenbrandes hinter Oranienburg eingestellt werden. Die Strecke war ab halb neun wieder frei. Unglücklicherweise kam danach auch noch ein defekter Zug auf der Strecke dazu, der erst abgeschleppt werden musste. Ein Busnotverkehr wurde eingerichtet, Behörden wurden zur Unterstützung am Bahnhof angefordert." Und die Deutsche Bahn gab zu: "Die Information der Fahrgäste in Fürstenberg lief nicht so, wie es sein sollte, wir werden das aufarbeiten und besser machen."

Happy End erst gegen 23:00 Uhr

Erst gegen 23:00 Uhr kam endlich der Zug mit dem die Fahrgäste nach Berlin weiterfahren konnten. Genervt und verschwitzt nach stundenlanger Wartezeit in der Hitze. (cli)

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