Tagelang Chaos bei der Suche nach dem Straßenhund

Frikadellen-Falle am Flughafen: Ausreißer-Hund Sammy ist in Sicherheit!

Hund "Sammy"
Hund "Sammy" entwischte seinen Besitzern und sorgte für Chaos am Flughafen München.
Tiersuchhilfe München

Tagelang hält Straßenhund Sammy den Münchner Flughafen auf Trab – jetzt ist die Falle zugeschnappt. Der Hund war bei der Übergabe zwischen seinen Flugpaten und der neuen Besitzerin einfach entwischt. Wie die Tierschützer den kleinen Ausreißer jetzt doch noch einfangen konnten, erfahren Sie hier.

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Frikadellen kann er nicht widerstehen

Es ist Dienstagabend, gegen 22 Uhr. Da tut sich endlich etwas an der präparierten Futterstelle in der Nähe des Flughafens München. Sammy, der entlaufene Straßenhund, schleicht sich an – er begnügt sich erst aber nur mit ein paar Krümeln und trollt sich wieder davon.

„Doch der Hunger auf Fleischpflanzerl, Tellerfleisch und Co. war dann doch so groß, dass Sammy dann um 1.00 Uhr in die Falle ging.“, schreibt die Tiersuchhilfe München auf ihrer Facebook Seite.

Über eine Woche ist Sammy da schon unterwegs. Als er den Futterkäfig betritt, löst er die Lichtschranke aus und die Klappe fällt zu.

Nach wenigen Minuten ist eine Helferin der Tiersuchhilfe vor Ort und kann den entlaufenen Hund zu einem Tierarzt bringen. Endlich aufatmen – sowohl bei den Tierfreunden und seinem Frauchen, als auch beim Flughafen. Denn den hält Sammy ganz schön auf Trab.

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Sammy sorgt für Wirbel

Eigentlich soll Sammy am Flughafen nur seinem neuem Frauchen übergeben werden. Die will den Straßenhund aus dem Ausland adoptieren, doch die Übergabe scheitert. „Hier meinten es die Flugpaten zu gut, weil sie es persönlicher fanden, Sammy nicht mit der Box sondern lieber direkt in die Hand zu übergeben. Die Adoptantin versuchte noch, Sammy zu beruhigen, aber innerhalb von Sekunden konnte er entwischen und rannte in Panik davon. Sie versuchte noch ihn zu erwischen, was bekanntermaßen nicht klappte.“, schreibt die Tiersuchhilfe München auf Facebook.

Und so stellen die Tierschützer bereits kurz nach der Flucht erste Futterstellen und Kameras auf, um so den ungefähren Aufenthaltsort des Hundes ausmachen zu können. Das gelingt auch, so Michaela Kirchmeier von der Tiersuchhilfe München. Aber fangen können sie den Streuner trotzdem nicht.

Denn durch die Berichterstattung fühlen sich wohl mehrere Menschen dazu aufgerufen, auf eigene Faust nach dem Tier zu suchen – und schrecken es damit eigentlich nur noch mehr auf.

Zwei mal muss die Zentrallallee auf dem Flughafengelände gesperrt werden, weil Sammy darüber spaziert. Polizei und Tierschützer versuchen vergeblich, den Mischlingshund wieder einzufangen.

Bis der Hunger den etwa ein Jahr alten Mischling Mittwochnacht dann doch noch in die Lebendfalle treibt – angelockt von leckeren Frikadellen.

Sammy geht es wohl soweit gut, bis auf ein paar Gramm weniger auf den Rippen hat er seinen Ausflug rund um den Münchner Flughafen gut überstanden. Jetzt soll er seinem künftigen Frauchen übergeben werden – hoffentlich dieses Mal ohne wieder stibitzen zu gehen.

(cga)