Grausame Entdeckung am Wegesrand

Alaska: Killer filmt sich selbst bei Mord, Passantin findet Speicherkarte

Brian Smith (48) filmte, wie er eine Frau qualvoll ermordete – und verlor die Speicherkarte. Das wurde ihm zum Verhängnis.
© Facebook, Brian Smith

11. Oktober 2019 - 16:26 Uhr

Frauenmord in Alaska: Täter unterläuft entscheidendes Missgeschick

Ein furchtbarer Mordfall beschäftigt derzeit die Polizei in Anchorage, der größten Stadt des US-Bundesstaates Alaska. Eine Frau wird brutal erwürgt, ihr Leichnam nahe einer Autobahn deponiert. Ohne ein gravierendes Missgeschick des Täters wäre dieser vielleicht unentdeckt geblieben, berichten US-Medien.

"Mord im Marriott-Hotel": Killer beschriftete die Todes-Videos

Sie denkt zunächst, es sei ein harmloses Fundstück – eine Speicherkarte am Straßenrand, aufgelesen in der Nähe eines Supermarktes in Achorage. Eigentlich nichts Besonderes, aber die eigenartige Beschriftung weckt ihre Neugier: "homicide at midtown Marriott", hat jemand auf die Karte gekritzelt, "Mord im Marriott-Hotel". Wahrscheinlich ein Film oder ein schlechter Scherz, denkt sich die Frau noch. Aber dann liest sie SD-Karte ein. Was sie entdeckt, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.

Täter verhöhnte sein Opfer: "Jetzt stirb endlich!"

39 Fotos und 12 Videos, datiert auf Anfang September – und alle zeigen dasselbe: Eine Frau, nackt, mit dunklen Haaren, sichtlich verängstigt. Und ihren Mörder. Der Mann schlägt sie, würgt sie, ergötzt sich an ihrer Panik und Hilflosigkeit. Er lacht, ruft: "Jetzt stirb endlich!" Die Frau versucht sich zu wehren, will dem Mann die Arme aufkratzen, aber ohne Erfolg. Die nächste Fotostrecke dokumentiert ihre Leiche – grün und blau geschlagen, mit aufgeplatzten Lippen und roten Striemen am Hals.

Entsetzt von den grausamen Bildern, schaltet die Finderin umgehend die Polizei ein. Die Ermittler kommen zu dem Schluss: Das Bildmaterial ist echt. Und sie haben sofort einen Verdacht: Der Akzent des Mannes kommt ihnen bekannt vor, klingt südafrikanisch – genau wie der Akzent von Brian Smith, einem Einwanderer, der ihnen noch aus einer anderen Ermittlung bekannt ist.

Mutmaßlicher Frauenmörder Brian Smith: Sein Akzent verriet ihn

Frauenmord in Alaska: Brian Smith verriet sich durch den südafrikanischen Akzent, der in den Tötungs-Videos zu hören war.
Frauen-Mörder Brian Smith: Durch seinen Akzent kamen ihm die Ermittler auf die Schliche.
© Facebook, Brian Smith

Zwei Tage, nachdem die Speicherkarte am Straßenrand entdeckt wird, macht die Polizei den nächsten grausigen Fund: eine Frauenleiche, diesmal in der Nähe einer Autobahn südlich von Anchorage.

Alles spricht dafür, dass Brian Smith der Mörder ist. Das Marriott-Hotel bestätigt, dass der 48-Jährige dort Anfang September ein Zimmer gebucht hatte – und der Teppich des Hotels sieht genauso aus wie der Bodenbelag, der in den Mord-Videos zu sehen ist. Mobilfunkdaten belegen, dass sich Smith in der Nähe des Leichen-Fundorts aufgehalten hat. Und zwar nur wenige Minuten, nachdem das letzte Foto der toten Frau auf der SD-Karte abgespeichert wurde.

Die Polizei nimmt Brian Smith fest – wegen des dringenden Verdachts auf Mordes. Er soll die verstörenden Fotos und Videos selbst aufgenommen haben. Wie und warum er die Speicherkarte seiner Kamera verlor, ist unklar. Die Beamten versuchen nun, die genauen Umstände der Tat zu ermitteln. Eine Obduktion soll die Identität und genaue Todesursache der Frau klären.

Hätte Smith nicht versucht, sich mit den Videos ein Andenken an seine abscheuliche Tat zu schaffen – er wäre womöglich nie geschnappt worden.