Grausige Entdeckung in Mexiko

Ermittler finden 3.700 Knochenteile in Haus von mutmaßlichem Frauenmörder

Ermittler in Mexiko sind einem mutmaßlichen Serienmörder auf die Spur gekommen.
Ermittler in Mexiko sind einem mutmaßlichen Serienmörder auf die Spur gekommen.
© AP, Fernando Llano, FLL

15. Juni 2021 - 12:15 Uhr

Mexiko: Ermittler finden unzählige Leichenteile im Boden des Hauses vergraben

Als die Ermittler in einem Haus in Mexiko anfingen zu graben, nahm das Grauen überhaupt kein Ende mehr: Mehr als 3.700 Knochenteile wurden in dem Gebäude gefunden, in dem der mutmaßliche Frauen-Serienmörder Andrés wohnte. Die Knochen könnten von 17 Personen stammen, berichteten mexikanische Medien wie der Sender "TV Azteca" unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft des zentralen Bundesstaates Mexiko. Und die Polizei befürchtet weitere Opfer.

Forensiker graben in Mörder-Haus in Mexiko
Bei Grabungen in dem Haus des mutmaßlichen Frauenmörders in Mexiko wurden Knochenteile von mindestens 17 Opfern gefunden.
© AP, Fernando Llano, FLL

Mutmaßlicher Serienmörder bewahrte auch andere Beweise auf

Laut dem Medienbericht wurden in dem Haus in der Stadt Atizapán auch verschiedene Objekte wie Handys, Schmuck, Handtaschen und Schlüsselbunde gefunden, die den Opfern gehört haben könnten. Mit sechs Angehörigen von vermissten Frauen sei Kontakt aufgenommen worden. Die Polizei habe die Grabungen in der Küche und in einem Teil des Gartens abgeschlossen. Jetzt würden noch weitere Wohnräume und der Keller untersucht. Dort könnten weitere Leichen versteckt sein, befürchtet die mexikanische Polizei.

Die Ermittler kamen dem Mann namens Andrés auf die Spur, als sie den Fall einer ermordeten 34-Jährigen bearbeiteten. Im Haus des Mannes entdeckten sie Hinweise auf weitere Verbrechen. Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass der mutmaßliche Serienmörder seit dem Jahr 1991 in seinem Haus Frauen tötete und anschließend zerstückelte. Wie viele Opfer Andrés auf dem Gewissen hat, sollen nun die Ermittlungen klären.

Polizei findet Leichenteile in Haus in Mexiko
Die Ermittler vermuten, dass in dem Haus des mutmaßlichen Massenmörders noch weitere Leichen versteckt sein könnten.
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Fast 100 Morde pro Tag in Mexiko

In Mexiko, das seit vielen Jahren von Gewalt rund um den sogenannten Drogenkrieg gebeutelt ist, gibt es im Schnitt knapp 100 Morde am Tag. Zum Vergleich: in Deutschland im Jahr 2019 insgesamt 245. Im vergangenen Jahr zählte die Regierung des amerikanischen Landes 966 Femizide - also Morde an Frauen wegen ihres Geschlechts.

Erst vor Kurzem meldete die Polizei in El Salvador einen ganz ähnlichen Fall: Ein Ex-Polizist hatte dort über Jahre hinweg Menschen umgebracht und auf seinem Grundstück verscharrt. (dpa/jgr)

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