Holen die DFB-Frauen in Wembley den EM-Titel?Live-Blog zum Finale: Regierung will Frauenfußball unterstützen

Es hat nicht ganz gereicht! Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den großen EM-Traum im Finale von Wembley knapp und bitter verpasst. Inzwischen ist das Team wieder gelandet – nachdem es nachts bis 5 Uhr in der Hotelbar gefeiert wurde – oben im Video.

Emmanuel Schneider

Regierung will Frauenfußball unterstützen

Auch mit Blick auf den großen Erfolg bei der EM in England will die Bundesregierung den Frauenfußball mehr unterstützen. "Das ist ja ein Anliegen der Bundesregierung insgesamt, den Sport, auch den Frauenfußball zu stärken", sagte Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Montag in Berlin. Sport- und Innenministerin Nancy Faeser (SPD) wolle daran arbeiten, «dass der Frauenfußball in seiner Bedeutung gestärkt wird, und es da weitere Unterstützung gibt" ergänzte ein Sprecher ihres Hauses. Details wurden nicht genannt.
Emmanuel Schneider

Jubel-Empfang am Römer

Was für Szenen! Tausende Fans haben in Frankfurt das deutsche Team gefeiert. Auf dem Rathausbalkon sang, tanzte und feierte das DFB-Team mit den Fans. Anschließend trug sich das Team ins Goldene Buch der Stadt ein.  
Emmanuel Schneider

DFB-Team ist gelandet

Da sind sie wieder! Die deutschen Fußballerinnen sind in der Heimat angekommen. 16 Minuten zu früh ist die Lufthansa-Maschine mit der Flugnummer 343 um 14.19 Uhr am Montag auf dem Flughafen in Frankfurt/Main gelandet. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Kapitänin Alexandra Popp stiegen als erstes aus dem Flugzeug. Danach stellten sich die Vize-Europameisterin auf dem Rollfeld zum Gruppenbild auf.
Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Sonntag das EM-Finale in London 1:2 nach Verlängerung gegen Gastgeber England verloren. Dennoch erwartet die Mannschaft ein großer Empfang auf dem Frankfurter Römer.
Jessica Matyschok

Auch die Queen war amused 

Während England das erlösende Ende der "56 years of hurt", dieser schmerzhaften 56 Jahren ohne Titel feierte, da verneigte sich Elisabeth II. aus Schloss Balmoral verbal vor ihren Untertaninnen. Der Erfolg der "Löwinnen" gehe "weit über die Trophäe hinaus, die sie so verdientermaßen gewonnen haben", betonte die "Lioness-in-chief" (Telegraph), "sie sind eine Inspiration für Mädchen und Frauen heute, und für künftige Generationen".
Die englischen Medien überschlugen sich derweil vor Begeisterung über den ersten Titel des Mutterlands des Fußballs seit dem Finalsieg der Männer gegen Deutschland bei der WM 1966. "SHE are the Champions", dichtete der Mirror mit zwei Buchstaben die Jubelarie der Rockgruppe Queen um, ansonsten war auf den vielen Sonderseiten immer wieder zu lesen: Ein historischer Sieg, das Warten hat ein Ende, und ja, England hat im Finale Deutschland besiegt, den achtmaligen Europameister, die "Titanen".
Jessica Matyschok

Empfang für englische EM-Siegerinnen in London geplant

Mit einem großen Empfang auf dem berühmten Trafalgar Square in London werden die englischen Fußballerinnen für ihren Sieg bei der Europameisterschaft gefeiert. An der Party im Herzen der britischen Hauptstadt am Montag können bis zu 7000 Fans teilnehmen, teilte das Sportministerium mit. Der Platz werde um 11.00 Uhr (Ortszeit, 12.00 Uhr) geöffnet. 
Jessica Matyschok

Rekord: Fast 18 Millionen sehen Finale der Frauen-EM

Die Live-Übertragung des Finals der deutschen Fußballerinnen bei der Europameisterschaft in London hat den elf Jahre alten Einschaltquoten-Rekord von der WM 2011 geknackt. Durchschnittlich 17,897 Millionen Menschen sahen am Sonntag in der ARD die 1:2-Niederlage der DFB-Auswahl gegen England nach Verlängerung. Der Marktanteil der rund zweistündigen Übertragung lag nach Angaben der AGF-Videoforschung bei 64,8 Prozent.
Noch nie zuvor hatten so viele Menschen in Deutschland ein Frauenfußballspiel im Fernsehen gesehen. Der bisherige Bestwert war bei der Heim-WM aufgestellt worden: Bei der Viertelfinal-Partie Deutschland gegen Japan (0:1) hatten 16,95 Millionen zugeschaut, der Marktanteil lag damals bei 59,3 Prozent.
Das Turnier in England hat ARD und ZDF starke Zahlen beschert, die mit den deutschen Erfolgen stetig stiegen. Der bisherige EM-Bestwert war beim Halbfinale gegen Frankreich mit durchschnittlich 12,187 Millionen Menschen und einem Marktanteil von 47,2 Prozent aufgestellt worden. Bei den drei Partien der DFB-Auswahl in der Vorrunde hatten durchschnittlich 6,58 Millionen zugeschaut.
Jessica Matyschok

DFB-Frauen bis 5 Uhr an der Hotelbar

Nachdem die Tränen getrocknet wurden, überwog dann doch die Freude über ein gelungenes Turnier. Bis 5 Uhr sollen die DFB-Frauen an der Hotelbar gefeiert haben. Eine kleine Party zur „Vize-EM“. 
Und auch in der Heimat sollen unsere Heldinnen gebührend gewürdigt werden. Das Motto: das Finale zwar verloren, aber die Sympathien schon vorher gewonnen. Deswegen gibt es einen ausgelassenen Empfang mit Tausenden Fans auf dem Frankfurter Römer.
Jessica Matyschok

Flick und Bierhoff schwärmen vom EM-Auftritt der DFB-Fußballerinnen

Bundestrainer Hansi Flick und DFB-Direktor Oliver Bierhoff haben die deutschen Fußballerinnen für ihren Auftritt bei der EM in England gelobt. Flick sagte nach dem in der Verlängerung mit 1:2 verlorenen Finale: "Es tut mir für Martina Voss-Tecklenburg und ihr gesamtes Team sehr leid, dass sie ihre großartigen Auftritte nicht mit dem Titel krönen konnten. Aber nach der ersten Enttäuschung können sie mit Stolz auf dieses Turnier zurückblicken."
Den Bundestrainer der Männermannschaft begeisterte, "mit welcher Leidenschaft und gleichzeitig Leichtigkeit, Spielfreude und Teamgeist die Mannschaft durch dieses Turnier gegangen ist". Das habe ihn "begeistert", sagte Flick laut DFB-Mitteilung.
Jessica Matyschok

Bundestrainerin ärgert sich über nicht gegebenen Elfmeter im Finale

Die Verantwortlichen des deutschen Frauen-Teams bei der Fußball-Europameisterschaft haben nach dem verlorenen Finale mit den Videoassistenten gehadert. Dabei ging es um die Szene in der 26. Minute beim Stand von 0:0, als ein mögliches Handspiel von Englands Kapitänin Leah Williamson im Strafraum überprüft wurde. Einen Elfmeter gab es aber nicht. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sprach nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung am Sonntagabend im Wembley-Stadion von einem "klaren Handspiel".
Auf die Frage, ob ihr Team da betrogen wurde, antwortete die 54-Jährige: "Das Wort will ich nicht in den Mund nehmen. Aber auf dem Niveau bei einem Finale bei der Europameisterschaft darf das nicht passieren." Sie kritisierte, dass sich die ukrainische Schiedsrichterin Kateryna Monzul die Szene nicht auf dem Bildschirm am Spielfeldrand angeschaut habe.
Jessica Matyschok

Kabinenbesuch des Kanzlers: Scholz baut DFB-Frauen auf


Bundeskanzler Olaf Scholz hat den deutschen Fußballerinnen beim Kabinenbesuch in Wembley nach dem verlorenen EM-Finale Trost gespendet. "Die Ansprache von unserem Bundeskanzler war toll. Er hat versprochen, dass er den Frauenfußball auch in Zukunft unterstützen möchte, damit wir das Turnier nachhaltig mit nach Deutschland nehmen können", sagte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, nach dem 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen England.
Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war ebenfalls vom Austausch angetan: "Olaf Scholz hat mir versprochen, dass wir uns treffen werden, für die Zukunft, um die Themen anzugehen und der feste Wille da ist, jetzt auch Nachhaltigkeit aus diesem Turnier mitzunehmen."
Auch die enttäuschten Spielerinnen freuten sich über den Besuch des Kanzlers in Begleitung von Innenministerin Nancy Faeser, stilecht mit Merle-Frohms-Trikot unter dem Blazer, und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. "Er hat gute Worte gefunden. Das ist eine sehr respektvolle Geste, dass er den Weg auf sich genommen hat, um uns zu sehen", sagte Abwehrchefin Marina Hegering. "Er hat gesagt, wir können stolz auf uns sein und dass wir viele in Deutschland erreicht haben", berichtete Jule Brand.
Jessica Matyschok

Englands Trainerin Sarina Wiegmann gedenkt nach Sieg verstorbener Schwester

Bei der Pressekonferenz wurde Englands Trainerin kurz emotional und erklärte, warum sie während des Spiels ihr Armband geküsst hatte. "Es hat meiner Schwester gehört, die Anfang des Jahres gestorben ist. Ich habe sie heute vermisst, aber ich glaube sie war im Querbalken", so die 52-Jährige mit Blick auf einen Pfostenschuss von Deutschlands Lina Magull beim Stand von 1:1. "Sie wäre hier gewesen. Sie war bei jedem Spiel. Sie wäre auch sehr, sehr stolz gewesen."
Louisa Grewe

Oberdorf bekommt Ehrung zur besten Jungspielerin

Es ist ein schwacher Trost für die deutsche Mannschaft und auch für Lena Oberdorf. Die Mittelfeldmaschine erhält nach dem verlorenen EM-Finale eine Trophäe für die beste junge Spielerin des Turniers. Herzlichen Glückwunsch!
Louisa Grewe
Noch 2 Minuten Nachspielzeit
Louisa Grewe

Später Siegtreffer?

England macht in der 111. Minute das 2:1
Louisa Grewe

Torschützin wird ausgewechselt

Für Linda Magull geht Linda Dallmann in die Verlängerung.