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Keine Chance, sich alleine zu befreien

Bis zu den Knien im Schlick: Frau steckt in Büsum im Watt fest

Mit dem Amphibienfahrzeug ARGO gelang es der Feuerwehr Büsum zu der Person im Watt vorzudringen.
Mit dem Amphibienfahrzeug ARGO gelang es der Feuerwehr Büsum zu der Person im Watt vorzudringen.
© Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen

09. März 2021 - 9:03 Uhr

Feuerwehr Büsum rettet Frau aus dem Watt

Zum Glück hatte die Frau ein Handy dabei! Am Montagnachmittag bricht die Dame alleine zu einer Wattwanderung in Büsum, Schleswig-Holstein, auf. Rund 400 Meter vor der Küste bleibt sie in einem Priel im weichen Wattboden stecken. Egal, wie sehr sie sich anstrengt, sie kommt nicht mehr aus dem Schlick heraus. Im Gegenteil: Immer tiefer sinkt sie in dem Schlamm ein. Ihre einzige Rettung: Ihr Mobiltelefon. Die Feuerwehr Büsum rückt aus, auch ein Rettungshubschrauber und Feuerwehrtaucher machen sich bereit.

Unterdruck saugt den Körper immer tiefer ins Watt

Mit einem sogenannten Amphibienfahrzeug kann die Feuerwehr über den Wattboden fahren und die Frau in ihrer misslichen Lage auffinden. Gerald Warner, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Büsum, erklärt, warum das Watt so gefährlich ist: "Der Untergrund wechselt schlagartig von fest zu schlickig. Jede Bewegung sorgt dann für ein noch tieferes Einsinken. Zusätzlich entsteht ein Unterdruck, der den Körper regelrecht ansaugt." Mit einem speziellen Gerät drücken die Einsatzkräfte Luft unter die Wattwanderin, sodass sie aus dem Sog befreit werden kann.

Immer wieder müssen Menschen aus dem Watt gerettet werden

Immer wieder gehen in Büsum auch Touristen zum Wattwandern, ohne sich ausreichend mit den Gefahren auszukennen, erzählt Ole Kröger vom Kreisfeuerwehrverband Dithmarschen. Er rät, grundsätzlich mindestens eine Person dabei zu haben, die sehr gut über das Wattenmeer Bescheid weiß. Von Ausflügen ganz allein rät er dringend ab. "Man sollte vermeiden, alleine ins Watt zu gehen", so Kröger. Und zu zweit lässt sich die frische Luft doch eh noch besser genießen.

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