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Frau bringt Baby im Meer zur Welt und steckt Kritik ein: Natürlich oder unhygienisch?

Geteilte Reaktionen

Natürlich oder unhygienisch? Diese Frau bringt ihr Kind im Meer zur Welt

Frau mit Babyim Meer
Josy Peukert (37) brachte ihr Kind im Meer zur Welt.
Jam Press

Josy Peukert ist Mutter von vier Kindern. Sie weiß also ganz genau, wie es ist, ein Baby zu bekommen. Doch bei der Geburt ihres Jüngsten wollte sie alles anders machen als bisher und entschied sich, ihr Baby im Meer auf die Welt zu bringen. Weder Ärzte noch eine Hebamme waren dabei – nur Josy, ihr Partner Benni und das Wasser an der Küste von Paya Majagual in Nicaragua. Die 37-Jährige teilte ihre Erfahrung auf Instagram und ging viral, aber sie bekam nicht nur positives feedback.

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Dieses Mal sollte alles ganz anders sein

Bei dieser Geburt sollte von Anfang an alles anders laufen. „Diesmal hatte ich keine Arzttermine oder Scans oder Einflüsse von außen. Wir hatten kein Geburtsdatum oder eine Frist für die Geburt. Wir vertrauten einfach darauf, dass unser Baby seinen Weg gehen würde“, sagte Josy im Interview mit ‘Jam Press’.

Als sie merkte, dass die Wehen einsetzen, schickte sie ihre Kinder zu Freunden und fuhr mit ihrem Partner ans Meer. „Die Wellen hatten den gleichen Rhythmus wie die Wehen, dieser sanfte Fluss gab mir ein wirklich gutes Gefühl“, so Josy.

Dann gebar sie den kleinen Bodhi Amor Ocean Cornelius. Angst hatte die 37-Jährige nicht. „Es war wunderschön. Der weiche Vulkansand unter mir erinnerte mich daran, dass es zwischen Himmel und Erde nichts anderes gibt als nur das Leben." Nachdem Bodhi geboren und in Handtücher gewickelt war, ging Josy zurück ins Meer, machte sich frisch und fuhr mit Mann und Säugling wieder nach Hause.

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Josys Entscheidung sorgte auch für Kritik

Josy teilte dieses besondere Erlebnis zwei Tage nach Bodhis Geburt auf Instagram. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. „Ist das hygienisch? Es gibt viele Bakterien im Meer“, schrieb einer ihrer Follower. Ein anderer kommentierte: „Was für ein Schock für das Kind – von einem warmen Mutterleib in den kalten Ozean.“

Josy aber blieb entspannt und reagierte gelassen. „Bodhi wurde in der Mittagssonne bei ungefähr 35 Grad geboren. Wir machten uns überhaupt keine Sorgen, dass es zu kalt sein würde, und ich hatte keine Bedenken wegen irgendwelcher Infektionen durch das Wasser. Er ist vollkommen gesund“, erklärte sie. Na und das ist doch das Allerwichtigste. (kko)

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