Bundesweite Razzia

Zoll kämpft am Frankfurter Flughafen gegen Schwarzarbeit

16. Juli 2021 - 17:25 Uhr

Unterwegs im Kampf gegen Schwarzarbeit

Bundesweit war der Zoll am Freitag im Kampf gegen Schwarzarbeit unterwegs. Im Fokus der Ermittler waren die Arbeitsbedingungen von Speditions-, Logistik- und Transportunternehmen. Im Bereich des Hauptzollamtes Frankfurt am Main waren 16 Zöllnerinnen und Zöllner im Einsatz und befragten 35 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen. Für unseren Videobeitrag haben wir die Arbeit der Ermittler:innen am Frankfurter Flughafen begleitet.

"Scheinselbstständige" als gängige Masche

Bei Prüfungen in der Branche des Speditions-, Transport- und damit verbundenen Logistik-gewerbes haben die Mitarbeiter:innen des Zolls in der Vergangenheit oftmals sogenannte "Scheinselbstständige" angetroffen. Hierbei gaben beispielsweise Fahrerinnen und Fahrer an, selbstständig tätig zu sein. Tatsächlich liegt aber oft eine abhängige Beschäftigung vor. Auftraggeberinnen und Auftraggeber sparen auf diese Weise nicht nur die fälligen Sozialversicherungsbeiträge, sondern umgehen auch den Mindestlohn von 9,60 Euro.

Routinekontrollen in bestimmten Branchen

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit der Zollverwaltung führt ganzjährig regelmäßig sowohl bundesweite als auch regionale Schwerpunktprüfungen mit einem erhöhten Personaleinsatz durch, um den besonderen präventiven Charakter einer hohen Anzahl an Prüfungen in bestimmten Branchen zu erhalten. Der Zoll spricht von einem wichtigen Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.