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Frankfurt: Karnevalsvereine sagen wegen Krieg Rathauserstürmung ab

Aus Respekt und Mitgefühl

Karnevalsvereine sagen wegen Krieg Rathauserstürmung ab

Rathaus Frankfurt Oberbürgermeister
Keine Rathausstürmung: Karnevalsverein und Stadt solidarisieren sich mit der Ukraine und sagen deswegen das Highlight zu Karneval ab.
Twitter/Stadt _FFM, RTL

Die Frankfurter Karnevalsvereine haben die für Samstag geplante Rathauserstürmung auf dem Römerberg wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine abgesagt. "Die Fassungslosigkeit und unsere Wut über den Angriff auf einen souveränen europäischen Staat lassen derzeit fastnachtliche Aktivitäten in den Hintergrund rücken", teilte der Große Rat der Karnevalsvereine am Freitag mit.

Fastnachtsvereine stehen für Demokratie, Freiheit, Solidarität und ein friedliches Miteinander

Aus Respekt und Mitgefühl für die Menschen in der Ukraine und allen Landsleuten, die in unserer Stadt und der Region leben und ihre Familien und Freunde in absoluter Gefahr wissen, könne und wolle man hier nicht unbeschwert Fastnacht feiern. Gerade die Fastnachtsvereine stünden für Demokratie, Freiheit, Solidarität und ein friedliches Miteinander.

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Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und den verantwortlichen der Stadt gefallen. Die Rathauserstürmung zählt zu den Höhepunkten des Karnevals in Frankfurt. Auch in Köln haben die Karnevalisten reagiert und den Rosenmontagsumzug abgesagt , stattdessen soll ein Gedenkzug stattfinden.

(dpa/npa)