Forsa-Umfrage zu Corona

Jeder Vierte macht sich mehr Sorgen vor einer Infektion - viele Menschen rechnen mit Einschränkungen

dpatopbilder - 01.11.2021, Sachsen, Dresden: Ein Mundschutz liegt zwischen herbstlich gefärbten Blättern auf dem Boden. Das Corona-Infektionsgeschehen in Sachsen verschärft sich weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am 1. November 2021 für den
Die Menschen machen sich mehr Sorgen, sich mit Corona zu infizieren als noch vor ein paar Wochen.
ert nic, dpa, Robert Michael

Hohe Infektionszahlen machen Sorgen

Die Corona-Zahlen sind auf einem Rekord-Wert: So hoch war die Zahl der Neuinfektionen nicht mal kurz vor Weihnachten im vergangenen Jahr. Und das macht was mit den Menschen: laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL ist die Sorge vor einer erneuten Infektion ist bei vielen groß. Fast die Hälfte ist außerdem davon überzeugt, dass es im Winter wieder zu ähnlichen Einschränkungen kommen wird wie 2020.

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Vor allem die Ungeimpften machen sich weniger Sorgen

  • Jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) macht sich vor dem Hintergrund der zuletzt steigenden Corona-Infektionszahlen und der Berichte über Infektionen von vollständig geimpften Personen aktuell mehr Sorgen als noch vor einigen Wochen, sich selbst mit dem Corona-Virus zu infizieren.
  • 11 Prozent machen sich weniger Sorgen.
  • 65 Prozent weder mehr noch weniger Sorgen vor einer eigenen Infektion als vor einigen Wochen.
  • Dass sie sich weniger oder unverändert Sorgen machen, geben vor allem diejenigen an, die nicht gegen Corona geimpft sind.

40 Prozent aller Befragten glauben, dass es im kommenden Winter angesichts der steigenden Infektionszahlen noch einmal zu ähnlichen Einschränkungen wie im letzten Winter kommen wird. Mehrheitlich (56 Prozent) glauben die Befragten allerdings nicht an so weitreichende Einschränkungen. Dass es erneut zu ähnlichen Einschränkungen kommen wird, glauben überdurchschnittlich häufig die unter 30-Jährigen, die Nicht-Geimpften sowie die Anhänger der AfD.

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Boostern: Menschen fühlen sich gut informiert

Die große Mehrheit der Geimpften (75 Prozent) will sich übrigens „boostern“ lassen, also eine dritte Impfung gegen Corona angehen. 70 Prozent wollen noch, 5 Prozent haben sich bereits impfen lassen. Rund jeder fünfte vollständig Geimpfte (18 Prozent) strebt keine Auffrischungsimpfung an, 7 Prozent sind sich diesbezüglich noch unsicher („weiß nicht“).

Zwei Drittel der vollständig gegen das Coronavirus Geimpften fühlen sich ausreichend darüber informiert, ob für sie persönlich eine Auffrischungsimpfung gegen Corona sinnvoll ist. Ein Drittel (31 Prozent) der vollständig Geimpften – insbesondere die unter 45-Jährigen – fühlt sich darüber allerdings nicht ausreichend informiert.

1.001 Menschen wurden am 2. und 3. November 2021 für die Umfrage befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.