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Formel 1: "Russell kann Hamilton schlagen" - Ralf Schumacher heiß auf Mercedes-Duell

Ralf Schumacher heiß auf Mercedes-Duell

"Russell kann Lewis schlagen"

HANDOUT - 18.02.2022, Großbritannien, Silverstone: Dieses von Mercedes-AMG zur Verfügung gestellte Auto zeigt Lewis Hamilton aus Großbritannien von Team Mercedes und George Russell aus Großbritannien von Team Williams Racing bei der Präsentation des
Lewis Hamilton und George Russell.
thomas ash, dpa, Mercedes-Amg

Der entthronte Formel-1-Champion Lewis Hamilton beginnt die Hatz nach Rekordtitel Nummer acht mit einem neuen Wingman an seiner Seite. Wobei Wingman wohl der falsche Begriff ist. Ausnahmetalent George Russell fährt ab dieser Saison im Silberpfeil und soll dem 37-Jährigen einheizen. Ralf Schumacher glaubt, dass diese Konstellation für Hamilton sogar gefährlich werden könnte.

Die Ruhe vor dem Sturm?

Noch herrscht friedliche Ruhe bei Mercedes, dem immerhin noch Konstrukteursweltmeister-Team. Bei der Präsentation des W13 am Freitag saßen George Russell und Lewis Hamilton brav neben Teamchef Toto Wolff.

Mit einer Kampfansage stach nur Hamilton heraus , Russell gab den motivierten Neuzugang. Dass er wie Ex-Mercedes-Pilot Valtteri Bottas ständig die zweite Geige spielen wird, glauben die Wenigsten. "Es ist auf jeden Fall erwünscht, dass sie sich bei der Pace nichts schenken", stellte Teamchef Toto Wolff klar. Er ist sich sicher: "Wir haben die stärkste Fahrerpaarung in der Formel 1. Wir müssen es nur richtig kalibrieren. Vielleicht werden wir den ein oder andern Schluckauf haben, aber das gehört dazu."

Dass der 24-Jährige dem Altmeister ordentlich einheizen wird, glaub auch Ralf Schumacher. "Ich bin mir sicher, dass er intern natürlich auch Lewis schlagen kann“, sagte der Sky-Experte. Die Neubesetzung findet er „super“, vor allem weil es „ja immer wieder Diskussionen um Bottas gab“.

Der Finne hatte zwar immer mal wieder Ausrufezeichen setzen können, auf Dauer aber war er gegen Hamilton einfach chancenlos.

Die Zukunft heißt George Russell

Und überhaupt Bottas: Schumacher habe nie verstanden, warum der Wechsel auf Russell so lange gedauert habe. „Russell ist ein Ausnahmetalent. Ob es dann genauso weit ist wie bei Lewis, das bleibt abzuwarten."

Immerhin zeigte er beim Kurzeinsatz Ende 2020 in Sakhir, als er für den Corona-positiven Hamilton einsprang, was er aus dem Mercedes rausholen kann. Nur technische Probleme stoppten den jungen Engländer.

Nicht zuletzt die Spekulationen um einen Hamilton-Rücktritt verdeutlichten: Die Zukunft bei Mercedes heißt Russell. Wann diese anfängt, früher oder später, ist unklar. "Man darf auch nicht vergessen, dass sich Mercedes auch langsam in Richtung Zukunft orientieren muss. Lewis kann jederzeit sagen, dass er nicht mehr mag oder aufhören möchte. Und dementsprechend muss man sich vorbereiten", analysierte Schumacher. (msc)