Stroll nimmt mehr als 200 Millionen Euro in die Hand

Aston Martin rüstet massiv auf - Motivationshilfe für Vettel?

Lawrence Stroll will Aston Martin zum Weltmeister-Team machen - mit Sebastian Vettel?
Lawrence Stroll will Aston Martin zum Weltmeister-Team machen - mit Sebastian Vettel?
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15. September 2021 - 10:33 Uhr

Neue Fabrik, neuer Simulator, eigener Windkanal

Teamchef Otmar Szafnauer ist sich zwar sehr sicher, dass Sebastian Vettel auch 2022 für Aston Martin in der Formel 1 fährt. Offiziell bestätigt ist das aber noch nicht. Medial wird viel gemunkelt: Vettel habe Motivationsprobleme, heißt es da, ein Rücktritt sei nicht ausgeschlossen. Die Pläne von Aston-Martin-Eigner Lawrence Stroll könnten Vettel eine frische Dosis Lust injizieren. Der Milliardär rüstet den britischen Rennstall auf – und zwar massiv.

Lawrence Stroll will's wissen

Strolls Ziel: Aus Aston Martin ein Weltmeister-Team machen. Dafür greift der Kanadier tief in die Tasche. Wie F1.com berichtet, hat Stroll am Hauptquartier des Teams in Silverstone gut 40.000 Quadratmeter zusätzliches Land gekauft, um eine neue Fabrik, einen neuen Windkanal und einen hochmodernen Simulator zu bauen. Kostenpunkt: Zwischen 175 und 235 Millionen Euro.

Der Rennstall rechnet damit, dass das neue Hauptgebäude Ende 2022/Anfang 2023 fertig ist, der Windkanal soll im Sommer 2023 in Betrieb gehen. Ein großer Schritt für Aston Martin. Momentan ist das Team auf den Windkanal von Motorenpartner Mercedes angewiesen.

"Es ist ein bedeutendes Investment", zitiert die F1-Homepage Stroll: "Es zeigt den Glauben, den ich in das Team habe, bestätigt meine Ambitionen und bestätigt den Glauben, den ich in die Formel 1 habe."

Der Vater von Vettel-Kollege Lance Stroll gibt einen ganz konkreten Fahrplan vor: In drei bis fünf Jahren soll Aston Martin die Weltmeisterschaft gewinnen.

Aston-Martin-Ansprüche passen nicht zur momentanen Situation

Klar ist: Die Ansprüche des Werksteam sind der Realität des einstigen Jordan-Teams in Silverstone entwachsen.

"Mit der derzeitigen Fabrik, wäre es schwierig gewesen", sagt Stroll. "Wir bauen zusätzliche Büros an, um unser konstant wachsendes Personal unterzubringen. Die Kommunikation ist nicht die beste, wenn alle in verschiedenen Bereichen der Fabrik angeordnet sind."

So wie es jetzt sei, könne das Team unmöglich weiter wachsen, betont Stroll. "Punkt."

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"Glaube wirklich, dass wir in einer besseren Lage sind"

Dass sein Team aufrüstet, während die Platzhirsche durch den Budgetdeckel gezwungen sind abzuspecken, sieht der 62-Jährige als Vorteil. "Ich glaube wirklich, dass wir in einer besseren Lage sind als die großen Teams, die sich verkleinern müssen, was demotivierend wirkt. Man weiß nicht, wer der nächste ist, der seinen Job verliert und so weiter, während wir hunderte Leute in unserem Hauptquartier einstellen. Ja, ich denke, wir sind in einer schönen Situation." (mar)

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