Saudi-Strecke fordert Fahrer

„Es wird vermutlich Chaos geben“

04. Dezember 2021 - 12:28 Uhr

Hamilton, Vettel und Co. feiern die neue Strecke

Die neue Strecke in Saudi-Arabien machte schon am Freitag ihrem Namen als "ultraschnelles Monaco" alle Ehre. Viele Piloten waren von dem Track am Roten Meer begeistert. Der erste F1-Tag in Dschidda zeigte aber auch: Es könnte ganz schön eng und gefährlich werden – und in der Quali droht Verkehrschaos wie auf der A40.

Bottas: "Die Strecke ist cool"

Die zweithöchste Durchschnittsgeschwindigkeit im Rennkalender, Topspeed über 350 km/h, 27 Kurven, viele davon sehr schnell und blind genommen. Der anspruchsvolle Jeddah Corniche Cricuit ist alles andere als einfach zu meistern - kam im Fahrerfeld nach den ersten Sessions aber gut an. Schon im 1. Training brachte es Valtteri Bottas auf den Punkt. "F***. Die Strecke ist cool."

Lob gab es auch von den F1-Routiniers Lewis Hamilton (36) und Sebastian Vettel (34). "Es ist einfach unheimlich schnell und man hat eine Menge Grip. Wenn man den Rhythmus hat, ist es eine schöne Strecke", resümierte der Weltmeister. Vettel freute sich über die flüssig zu fahrenden Kurven. "Das macht es so herausfordernd."

Wenig Platz: Leclerc crasht im 2. Training

Doch der Track hat seine Tücken. Das musste Ferrari-Pilot Charles Leclerc schon am eigenen SF21 leidvoll erfahren. Der Monegasse machte ungemütliche Bekanntschaft mit der Mauer. Er blieb in Kurve 22 hängen und beendete damit das zweite Training. Zuvor hatte auch schon Mick Schumacher die Streckenbegrenzung mit seinem VF-21 geküsst.

Ein weiteres Problem: Vor allem im Qualifying am Samstag könnte es mächtig Verkehr geben. Vor einer schnellen Runde drosseln viele Fahrer das Tempo, um sich vorzubereiten. Das Feld könnte sich daher aufreihen und sich gegenseitig behindern.

RTL NEWS empfiehlt

Anzeigen:

Was geht in der Quali?

Zumindest Lando Norris stellt sich darauf ein. "Es ist einfach so, dass du nicht um die Kurve schauen kannst. Natürlich versuchen mir meine Ingenieure Feedback zu geben, dass fünf Autos vor mir sind, aber dann überholen dich auch alle von hinten und dann hast du acht Autos, die vor der letzten Kurve warten", erklärte der McLaren-Pilot und blickt auf die Quali: "Es wird vermutlich Chaos geben, wie immer. Aber hier vielleicht mehr als auf anderen Strecken. Das ist nicht gut, aber es ist eben ein Teil davon."

Und auch am Sonntag (LIVE ab 17.15 Uhr bei RTL) gilt: Crash-Gefahr in den schnellen Kurven. Streckenarchitekt Hermann Tilke hatte im RTL-Interview erklärt, dass es trotz der engen Strecke auch Stellen geben werde, in denen man "zu zweit durch die Kurve durch" kommen könne. "Es wird sich zeigen, wie sich dort überholen lässt, aber das ist schon möglich", sagte der Architekt. Das wird nicht nur Hamilton und Verstappen freuen. (msc)