Haas fordert Punkte von Mick

Steiner verrät: Kontakt zu Hülkenberg

Steiner: Mick muss punkten - Gespräche mit Hülkenberg Haas-Teamchef im Interview
02:11 min
Haas-Teamchef im Interview
Steiner: Mick muss punkten - Gespräche mit Hülkenberg

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Die Spekulationen, wer denn nun im zweiten Haas-Cockpit im Jahr 2023 in der Formel 1 sitzen wird, sind in den letzten Wochen immer heftiger geworden. Mick Schumacher hat es weiterhin in der eigenen Hand, sich einen Vertrag über das laufende Jahr hinaus zu sichern, verrät Teamchef Günther Steiner im exklusiven Gespräch mit RTL und ntv. Allerdings darf sich mit Nico Hülkenberg auch ein zweiter deutscher Fahrer Hoffnungen machen.

Vertragspoker wird zur Geduldsprobe

Auch vor dem viertletzten Rennen des Jahres in Austin am kommenden Wochenende denkt Günther Steiner noch gar nicht daran, eine endgültige Entscheidung in der Causa Mick Schumacher zu treffen: "Ich bin da ehrlich: Es ist immer noch 50 zu 50. Es ist noch nichts entschieden", so der Südtiroler im Gespräch mit RTL/ntv.

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Mit der endgültigen Entscheidung, wer den zweiten Haas-Boliden neben dem gesetzten Kevin Magnussen ab der kommenden Saison pilotieren wird, will das US-Team offenbar noch mindestens zwei weitere Wochen abwarten.

Wie sieht's mit Daniel Ricciardo aus?

Nach dem großen Preis von Mexiko am 30. Oktober könnte es frühestens eine finale Verkündung geben, bestätigte der Haas-Teamchef: "Zwischen Austin und Mexiko werden wir logischerweise keine Entscheidung treffen, einfach weil die Zeit nicht da ist. Die nächste Zeit wäre die Woche nach Mexiko, weil wir da kein Rennen haben und mehr Zeit haben, uns damit zu befassen."

In den letzten Tagen brodelte die Gerüchteküche immer heißer, wer im Falle einer Trennung von Mick Schumacher das Haas-Cockpit ab 2023 übernehmen könnte.

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Daniel Ricciardo, der die letzten vier Rennen noch für McLaren bestreiten wird, ist einer der gehandelten Namen. Mit ihm habe Steiner noch kein direktes Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit ab dem kommenden Jahr geführt, wie der 57-Jährige selbst betonte.

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Steiner zu Hülkenberg: "Ja, wir haben gesprochen!"

Anders bei Nico Hülkenberg! Nach RTL/ntv-Informationen haben Steiner und Hülkenberg miteinander telefoniert und die derzeitigen Umstände miteinander besprochen.

"Ich habe mit ihm gesprochen. Ich kenne ihn seit langer Zeit. Besser, als ich Daniel kenne. Wir sprechen, aber gemacht ist noch gar nichts", so Steiner weiter.

Der 35-jährige Hülkenberg hat bereits 181 Rennen in der Königsklasse des Motorsports absolviert, ist seit drei Saisons aber ohne festes Cockpit. Stammfahrer war er zuletzt 2019 für Renault. In diesem Jahr sprang er in den ersten beiden Rennen für den an Corona erkrankten Sebastian Vettel im Aston Martin ein.

Steiner garantiert: Schumacher hat alle Trümpfe selbst in der Hand

Wie Steiner allerdings weiter ausführte, habe der derzeitige Haas-Stammfahrer Mick Schumacher noch alle Trümpfe selbst in der Hand, eine Entscheidung zu seinen Gunsten herbeizuführen.

Die klare Vorgabe sowohl vom Teamchef als auch vom Eigentümer Gene Haas lautet dabei: Top-Ten-Resultate einfahren!

"Absolut. Wenn ich Leistung sage, ist das für uns: Punkte machen. Das sagen wir schon seit längerem. Wir sind glaub ich auch sehr fair. Wir lassen uns Zeit, haben keine Eile im Moment", so Steiner.

Mick Schumacher fährt aktuell seiner zweite Formel-1-Saison für das Haas-Team. Nach zwei Top-Ten-Platzierungen im Sommer in Silverstone und Spielberg wartet der 23-Jährige seit nunmehr sieben Grands Prix auf weitere Zähler.

In der WM-Wertung liegt der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit zwölf Punkten derzeit auf Platz 16 und damit hinter Teamkollege Kevin Magnussen, der mit 22 Punkten auf Platz 14 rangiert. (fgö/sport.de/msc)