Ricciardo verneigt sich vor Schumacher

"Er ist der Gott dieses Sports"

2012 trug Daniel Ricciardo noch Zahnspange und fuhr in der F1 gegen Michael Schumacher
2012 trug Daniel Ricciardo noch Zahnspange und fuhr in der F1 gegen Michael Schumacher
© Imago Sportfotodienst

19. August 2021 - 12:27 Uhr

Ricciardo erzählt seinen Schumi-Moment

In der Formel 1 zählt Daniel Ricciardo mittlerweile schon zu den alten Herren. Vor zehn Jahren fuhr der Australier sogar noch im gleichen Fahrerfeld wie Michael Schumacher. Wenn der 32-Jährige an seine ersten Duelle mit der Rennsport-Legende denkt, kriegt er noch immer "Gänsehaut".

Duell mit Schumacher "völlig surreal"

"Ich erinnere mich an eines meiner ersten Rennen, in Suzuka hatte ich ein kurzes Duell mit ihm. Es war ein kleines Katz-und-Maus-Spiel auf der Strecke, und das war völlig surreal. Ich habe jede Sekunde daran geliebt", blickte Ricciardo im Gespräch mit der "Sport Bild" zurück.

Der derzeitige McLaren-Pilot weiter: "Michael hatte schon sieben WM-Titel, er ist der Gott dieses Sports. Nach dem Rennen nahm mein Vater mich beiseite und sprach mich auf das Duell an. Er sagte: 'Hast du eine Ahnung, was da gerade passiert ist?' Ich musste das erst mal sacken lassen."

Für die besonderen Erfahrungen ist Ricciardo dankbar. "Wenn ich alt bin, werde ich an genau solche Dinge zurückdenken. Meine Güte, allein wenn ich jetzt noch mal davon erzähle, kriege ich wieder Gänsehaut", so der siebenmalige GP-Sieger.

Ricciardo auch von Mick Schumacher beeindruckt

Mittlerweile konkurriert Ricciardo in der Formel 1 mit Michael Schumachers Sohn Mick, der seine Premierensaison in der Königsklasse des Motorsports im Haas-Boliden fährt. Für den Neuling hat der Australier viel Lob übrig.

"Ich habe Mick 2016 bei seinem Charity-Fußballspiel kennengelernt. Irgendwie hatte ich sofort das Gefühl, dass ich einfach nett zu ihm sein möchte. Er sollte meinen tiefen Respekt spüren, sein Vater ist so eine Legende. Es war also von Anfang an eine gute Chemie zwischen uns, da er auch wirklich ein netter Junge ist", sagte Ricciardo.

Zugleich stellte er klar: "Niemand soll denken, Mick ist nur wegen seines Namens in der Formel 1. Alles, was ich von ihm sehe, zeigt mir, dass er seinen Platz hier bei uns verdient hat. Er arbeitet so hart, und ich bin beeindruckt von seinem Weg." (mar/sport.de)