„Seb wollte zocken“

Aston Martin erklärt Pneus-Panne

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel
© Getty Images, Bongarts, WTM / WTM

13. Oktober 2021 - 12:32 Uhr

Die Reifen-Wette ging schief

Sebastian Vettel verspielte beim Grand Prix in der Türkei eine bessere Platzierung, entschied sich mitten im Rennen für die falschen Reifen. Die Folge: Er rutschte wie auf Eis über den nassen Istanbul Park Circuit. Aston Martin hat nun erklärt, warum sie ihren Piloten bei der Entscheidung nicht überstimmt haben.

"Das funktioniert nicht"

Das Reifen-Experiment von Sebastian Vettel produzierte peinliche Bilder. In Runde 37 hatte der viermalige Weltmeister genug vom Mittelfeld-Geplänkel, hole sich Slicks ab – die Chance auf eine deutlich bessere Platzierung. Es ging allerdings schief. Mächtig schief. "Das funktioniert nicht", gestand der 34-Jährige schnell. Er drehte erneut ab und holte sich neue Intermediates.

Nach dem Rennen nahm Vettel die Schuld der Pneus-Panne auf sich. Inzwischen hat auch Aston Martin-Teamchef Otmar Szafnauer erklärt, wieso das Team seinen Piloten nicht überstimmte.

"Wir haben nicht Nein gesagt"

"Seb wollte zocken, wir haben dazu nicht Nein gesagt", erklärte der Team-Capo. Bei abtrocknender Strecke überlasse das Team normalerweise dem Fahrer die Entscheidung. Bei einsetzendem Regen sei es anders. "Dann entscheiden wir."

Man habe der Einschätzung von Vettel vertraut – schließlich hat er schon einige Rennen auf dem Buckel. "Nur wenige Piloten haben so viel Erfahrung wie Sebastian Vettel. Wenn er also der Meinung ist, man kann den Einsatz von Slicks versuchen, wieso sollen wir dann dagegen sein?"

Hätte es geklappt, so Szafnauer, dann "wären alle happy gewesen". Die Wette ging nicht auf. So ist das manchmal im Sport. "Ohne Risiko gibt es in diesem Sport aber auch keine Belohnung." (msc)