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Formel-1-Abschied? Mercedes-Teamchef Toto Wolff wird deutlich

Silberpfeile straucheln in der Königsklasse

F1-Abschied? Mercedes-Teamchef Wolff wird deutlich

Mercedes team principal Toto Wolff answers questions during a press conference at the Australian Formula One Grand Prix in Melbourne, Australia, Saturday, April 9, 2022. (AP Photo/Asanka Brendon Ratnayake)
Toto Wolff lässt sich von der schwierigen Phase bei Mercedes nicht entmutigen.
AP, Asanka Brendon Ratnayake

Nach jahrelanger Dominanz zählt Mercedes in der Formel 1 derzeit nicht mehr zur Spitze. Teamchef Toto Wolff möchte die Herausforderung annehmen. An einen Rückzug aus der Königsklasse denkt der Österreicher noch lange nicht.

"Team ist zu in der Lage, die Dinge herumzudrehen"

In den vergangenen acht Jahren gewann das Mercedes-Team in der Formel 1 immer die Konstrukteurswertung. Doch aktuell sind die Silberpfeile nur die dritte Kraft, zu schwach präsentiert sich der W13 auf der Strecke.

Hat Mercedes seine Fähigkeiten verloren? "Meine spontane Antwort wäre: Man kann es nicht verlernen. Aber die Strecke lehrt uns etwas anderes", wird der gebürtige Wiener von "motorsport.com" zitiert. Der Rennstall müsse bescheiden bleiben. "Das Team ist dazu in der Lage, die Dinge herumzudrehen", ist sich Wolff sicher.

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"Man muss auch die Kritik einstecken"

Der 50-Jährige denkt trotz der schwierigen Lage nicht ans Aufhören. Er wäre ohne seine jetzige Tätigkeit "tot auf den Malediven", erklärte Wolff. "Die Aufgabe im Team, die Entwicklung des Teams ist das, was mir wirklich Spaß macht", führte der Mercedes-Teamchef aus.

Bereits vor dem letzten Rennen in Imola hatte sich Wolff im exklusiven RTL-Interview kämpferisch gezeigt. "Es war zu erwarten, dass nach so vielen Jahren der Tag kommt, an dem diese Fragen auftauchen werden. Man wird hinaufgeschrieben, man wird hinuntergeschrieben. Die 'Trainerfrage' wird nicht lange auf sich warten lassen. Aber überhaupt kein Problem, dazu sind meine Schultern breit genug", beteuerte der Formel-1-Funktionär.

Wolff weiter: "Ich bin Miteigentümer dieses Teams, gehe also nirgends hin. Man muss auch die Kritik einstecken." Der Spaß sei noch vorhanden. Damit der Turnaround gelingt, muss Mercedes den W13 aber noch entscheidend verbessern. Am übernächsten Wochenende gastiert die Formel 1 in Miami. Statt Mercedes heißen in Favoriten in Florida wieder Ferrari und Red Bull. (tno)