Herzzerreißende Szenen vor den Toren des Flughafens in Kabul

Afghanische Eltern geben ihre Kinder ab - ohne zu wissen, ob sie sie jemals wiedersehen!

Eltern geben ihre Kinder den Soldaten Der einzige Ausweg zur Rettung
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Der einzige Ausweg zur Rettung
Eltern geben ihre Kinder den Soldaten

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Diese Szenen aus Afghanistan lassen niemanden kalt

Man mag sich kaum ausdenken, welches Leid diese Frauen spüren müssen, um solche Entscheidungen zu treffen. Weil sie vor den Toren des Flughafens von Kabul abgewiesen wurden und aus Angst vor den kampfbereiten Taliban haben etliche afghanische Mütter ihre Kinder abgegeben. Um die Kleinen in Sicherheit zu bringen – doch es ist unklar, was mit ihnen geschieht. Unklar, ob sie sie jemals wiedersehen werden. Es sind Bilder, die wohl niemanden kalt lassen – im Video.

Am Freitag veröffentlichten die US Marines das Foto eines Soldaten, der sich am Flughafen Kabul rührend um ein Baby kümmert.

Wie verzweifelt müssen sie ob der Hölle von Afghanistan gerade sein?

Vor allem für Eltern scheint die Situation im von der Terrororganisation besetzten Kabul zunehmend aussichtsloser zu werden. Um ihre Kinder in Sicherheit zu wissen, haben einige jetzt die wohl selbstlosesten und zugleich schlimmsten Entscheidungen überhaupt treffen müssen. Weil ihnen auf der Flucht vor den Taliban kein Zutritt zum Militär-gesicherten Flughafen gewährt werden konnte, haben einige Eltern sich von ihrem eigen Fleisch und Blut getrennt. Auch wenn es ihnen das Herz zerrissen haben dürfte, haben sie sich ein letztes Mal von ihren Kleinsten verabschiedet und sie dann über die wartende Meute gereicht – und das nur, weil noch ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung bestand, dass ihre Kinder hinter den Flughafen-Absperrungen Schutz oder gegebenenfalls sogar einen Platz in einem Evakuierungs-Flieger ergattern können.

Wie Aufnahmen des Journalisten Rustam Wahab, der vor Ort Augenzeuge der herzzerreißenden Szenen geworden ist, beweisen, wurden selbst die Allerjüngsten, unter ihnen auch Babys, von ihren Müttern und Vätern getrennt – in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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Ob sich die Familien jemals wiedersehen?

Das Schlimmste: Ob sich die Familien jemals wieder in die Arme schließen können? Ob die Mütter und Väter trotz ihrer Todesangst vor den Taliban überleben? Darauf hat niemand eine Antwort. Aber alleine die Hoffnung, dass die Kinder in einer Welt fernab des Terrors aufwachsen dürfen, muss gereicht haben, um diese unvorstellbaren Entscheidungen zu treffen.

Kind schläft auf dem Boden eines Militärfliegers

Dass die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für Kinder nicht ganz unbegründet ist, zeigt folgendes Foto aus einem Evakuierungs-Flieger.

Ein Kind schläft auf dem Boden eines Militärfliegers der US Air Force.
Ein Kind schläft auf dem Boden eines Militärfliegers der US Air Force.
CNN

Einem Fotografen gelang der Schnappschuss eines afghanischen Kindes, das von der US Air Force in Obhut genommen wurde. Das Bild zeigt das Kleine schlafend auf dem Boden eines Militärfliegers liegend, ein Soldat hat es mit seiner Uniformjacke zugedeckt. Was nach dem Flug auf ihn oder sie wartet, ist ungewiss. Aber das Kind ist der Terror-Hölle lebend entkommen. (cch)