Finanz-Tipps: Wie lege ich mein Geld richtig an?

Geld sicher investieren
So investieren Sie Ihr Geld sicher.
picture-alliance/ dpa, Michael Rosenfeld

Das Geld auf der sicheren Seite

Immer mehr Sparer fragen sich: Wie kann ich mein sauer verdientes Geld am besten anlegen? Für alle, die etwas auf die hohe Kante gelegt haben, gibt's hier Tipps zum Sparen.

1. Die klassischen Sparformen wie Tages- und Festgeld, Sparbuch, Sparbrief oder Bundesschatz­brief Typ A gelten als besonders sicher. Bei Anlagebeträgen bis zu 40.000 Euro (Verheiratete 80.000) liegen Sie noch voll im Rahmen der Freibeträge und müssen sich wegen der Steuern keine Sorgen machen. Allerdings kostet die hohe Sicherheit: Viele Zinsen gibt's nicht.

2. Wer mehr will bekommt bei guten Anbietern schon ab einer Laufzeit von einem Jahr drei Prozent. Allerdings kassieren viele Banken für die Verwaltung Ihres Geldes zusätzlich ab, zum Beispiel in Form von Kontoführungsgebühren, Depotkosten, Ausgabeaufschlag, Verwaltungskosten oder Provisionen. Das kann die drei Prozent Rendite ganz schnell zum Schmelzen bringen. Achten Sie also sehr genau auf die Kosten - auch die versteckten.

3. Finanzprodukte, die ihr Geld 30 Jahre und länger binden, sind gefährlich. Es ist besser, in Etappen zu sparen und Verträge idealerweise nur über fünf oder sechs Jahre laufen zu lassen. Achten Sie auch darauf, dass Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen können.

4. Wenn Sie nicht Dagobert Duck heißen, ist eine Investition in Gold keine gute Idee. Zinsen gibt es nicht und die Aufbewahrung kostet eventuell extra. Außerdem ist der Preis rein spekulativ.

5. Eine geschlossene Fondsbeteiligung ist für Sparer, die ihren 60. Geburtstag schon gefeiert haben, nicht ratsam. Falls ihnen der freundliche Bankangestellte trotzdem eine andrehen will, hat er dabei vermutlich eher seine Provision im Kopf als Ihr sicher angelegtes Geld.

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Bausparen, Aktionfonds oder Riestern?

6. Wenn Ihr Sparstrumpf prall gefüllt ist und Sie sich nicht vor Risiken fürchten, kommen Aktienfonds mit einer höheren Rendite in Betracht. Exchange-Traded-Funds (ETFs) sind empfehlenswert, da Sie hier eine Menge Verwaltungskosten sparen.

7. Bausparen bringt nichts, denn die Zinssätze von im Schnitt 1,5 Prozent fallen doch eher mager aus. Die Zeiten von Verträgen mit 4 Prozent sind leider vorbei.

8. Von Kapitallebens- oder privaten Rentenversicherungen sollten Sie lieber die Finger lassen. Die Laufzeiten sind oft viel zu lang, das Abbruchrisiko ist hoch und unterm Strich kommt wenig raus. Ein großer Batzen Ihres Erspar­ten geht zudem für Verwaltungskosten drauf.

9. Wenn Anbieter mit Traumrenditen und völlig utopischen Versprechungen locken, sollten bei Ihnen sämtliche Alarmglocken läuten. Denn hohe Renditen bedeuten auch ein hohes Verlustrisiko.

10. Mit einem vernünftigen Banksparplan für Sicherheitsliebende oder einem Fondssparplan für risikofreudigere Anleger macht die Riester-Rente durchaus Sinn. Um die volle staatliche Förderung abzugreifen, müssen Sie min­destens 4 Prozent Ihres Einkommens einzahlen.

(Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)