Galeria Karstadt Kaufhof

Besitzer René Benko will keine weiteren Filialen mehr schließen

07. Juni 2021 - 15:03 Uhr

Im Video: Das Interview mit René Benko beim Wirtschaftsforum "Neu Denken" auf Mallorca

Die Lage bei Galeria Karstadt Kaufhof ist immer noch angespannt, die angeschlagene Warenhauskette drängt die Vermieter ihrer Filialen auf weitere Zugeständnisse. Im Interview mit RTL erklärt Besitzer René Benko, warum er für die Zukunft optimistisch ist und keine weiteren Filialen mehr geschlossen werden sollen.

„An unserer Vision der lebendigen Innenstädte hat sich nichts geändert“.

"Galeria Karstadt Kaufhof soll das Herz der Innenstädte werden", sagt Benko im Gespräch mit RTL/ntv beim Wirtschaftsforum "Neu Denken" auf Mallorca. "An unserer Vision der lebendigen Innenstädte hat sich nichts geändert".

Galeria Karstadt Kaufhof führt allerdings "mit allen Vermietern" Gespräche über Mietreduktionen, Mietstundungen oder teilweisen Mieterlass für die Zeit, in der die Filialen wegen der Corona-Beschränkungen nicht voll öffnen könnten. Ziel der Gespräche sei es, eine Lösung für die "Aufteilung des wirtschaftlichen Schadens" durch den Lockdown zwischen der Warenhauskette und ihren Vermietern zu finden, erklärte das Unternehmen bereits gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Die Warenhauskette wurde von der Corona-Krise schwer getroffen und musste Anfang des Jahres mit einem Kredit des staatlichen Rettungsfonds in Höhe von 460 Millionen Euro gestützt werden. Und nicht nur das: Das Unternehmen trennte sich von unprofitablen Filialen, über 5000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Weitere Filialschließungen soll es aber laut René Benko nicht mehr geben: "Das Thema im letzten Jahr während des Schutzschirms war, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Da mussten wir leider den ein oder anderen Standort schließen. Aber das Portfolio, welches wir heute haben, werden wir auch in die Zukunft führen."

Das Interview mit René Benko führte ntv-Wirtschaftschef Ulrich Reitz. (aze)

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