Nach mehreren tödlichen Unfällen

Feuerwehr warnt: "Baden Sie nicht in der Elbe!"

Immer wieder kommt es zu Badeunfällen, wie hier an der Elbe in Kollmar in Schleswig-Holstein
Immer wieder kommt es zu Badeunfällen, wie hier an der Elbe in Kollmar in Schleswig-Holstein
© dpa, Jonas Walzberg, jwp alf

21. Juni 2021 - 18:32 Uhr

Mehrere Jugendliche sterben bei Badeunfällen

Am Wochenende sind in Schleswig-Holstein ein 19-Jähriger und eine 13-Jährige beim Baden im See ums Leben gekommen. In der Elbe werden aktuell noch immer ein neunjähriges Mädchen und ein 15-jähriger Junge vermisst. Die Badeunfälle in deutschen Seen und Flüssen reißen nicht ab. Denn was häufig nach einer harmlosen Erfrischung aussieht, kann so schnell lebensgefährlich werden.

Feuerwehr Hamburg: Strömung ist unberechenbar

Viele Kinder und Erwachsene kühlen sich bei schönem Wetter in der Elbe ab. Verboten ist das zwar nicht, Dennis Diekmann von der Feuerwehr Hamburg warnt aber eindringlich davor: "Wir warnen jedes Jahr aufs Neue, baden Sie nicht in der Elbe. Die Strömungsverhältnisse sind unberechenbar." Selbst gute Schwimmer hätten es aufgrund der Strömung nicht leicht.

In der Elbe lauern gleich mehrere Gefahren

Ein weiteres Problem: Durch die jüngste Anpassung der Fahrrinne sind neue, steile Abbruchkanten unter der Wasseroberfläche entstanden. Dazu kommen die Gezeiten und die riesigen Frachter, die regelmäßig vorbeifahren. "Die Elbe ist kein Badegewässer. Selbst wenn man nur knietief reingeht, kann das gerade für Ältere und Kinder sehr gefährlich sein, weil die Strömung unter Wasser anders sein kann, als an der Oberfläche", so Diekmann. Wer sich abkühlen will, sollte also lieber ins Freibad gehen. Wie Sie eine Notsituation beim Baden erkennen und was dann zu tun ist, erfahren Sie hier. (eli)