3000 Schüler bekamen fehlerhafte Aufgaben

Peinliche Panne bei Bio-Abiturprüfungen in Hamburg

Ein Schild mit der Aufschrift „Abitur - Bitte Ruhe!“ hängt an einer Tür. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild
Ein Schild mit der Aufschrift „Abitur - Bitte Ruhe!“ hängt an einer Tür. Foto: Felix Kästle/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

05. Mai 2021 - 7:32 Uhr

Fehler sei bei der Umwandlung von "Word" in "pdf" passiert

Abiturprüfungen in Coronazeiten – für viele Schüler bedeutet das noch mehr Stress als sonst. Viele von ihnen sind besorgt, dass sie durch den Distanzunterricht Inhalte verpasst haben. Doch damit nicht genug: In Hamburg wurden die Abiturienten in der schriftlichen Biologieprüfung jetzt noch mehr unter Druck gesetzt: Denn rund 3000 von ihnen bekamen falsche Grafiken vorgelegt. Der Fehler sei bei der Umwandlung von "Word"- in "pdf"-Dateien passiert.

Hamburger Schulbehörde "bedauert" die Panne

Als der Fehler auffiel, habe die Schulbehörde noch während der Prüfung eine Korrektur verschickt – aber derselbe Fehler passierte wieder! Betroffen waren knapp 3000 der insgesamt rund 9900 Hamburger Abiturienten "Wir bedauern sehr, dass es hier zu gravierenden Fehlern gekommen ist", sagt Peter Albrecht, Sprecher der Schulbehörde.

Schüler dürfen wählen, wie es weitergeht

Um den betroffenen Abiturienten entgegenzukommen, habe die Behörde nach eigenen Angaben während der Prüfung eine Verlängerung der Arbeitszeit um 30 Minuten angeboten. Alternativ hätten die Schüler die Klausur abbrechen und in drei Wochen eine neue Prüfung schreiben können. Eigentlich gibt die Schulbehörde einen zentralen Bewertungsmaßstab für die Prüfungen vor. Diesen sollen die Schulen nun aber selbst anpassen und dabei die jeweilige Prüfungssituation berücksichtigen. Einige Lehrer hätten berichtet, dass ihre Schüler extrem irritiert waren, andere seien trotz der schwierigen Umstände gefasst und ruhig geblieben.

Immerhin: Ob die knapp 3000 Schüler lieber eine neue Klausur schreiben wollen oder eine mildere Bewertung vorziehen, darf jeder Einzelne von ihnen bis Freitag selbst entscheiden.


Quelle: DPA / LVE

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