Tipps von Stiftung Warentest

Federkernmatratzen im Test: Guter Schlaf für wenig Geld

Für einen guten Schlaf braucht man eine individuell passende Matratze.
Für einen guten Schlaf braucht man eine individuell passende Matratze.
© Getty Images, Geber86

11. Dezember 2019 - 10:12 Uhr

21 Taschenfederkernmatratzen im Test

Federkernmatratzen sind ein Klassiker und vor allem erste Wahl für Menschen, denen im Schlaf schnell zu warm wird. Die Stiftung Warentest hat 21 Taschenfederkernmatratzen in der Größe 90 x 200 cm überprüft. Das Fazit: Guter Schlaf muss nicht teuer sein, denn gute Liegeeigenschaften gibt es bereits ab 150 Euro.

Die richtige Matratze für den richtigen HEIA-Typen

Wichtigster Punkt bei der Auswahl der Matratze sind die Liegeeigenschaften. So sollte zum Beispiel die Schulter in der Seitenlage so tief liegen, dass die Wirbelsäule eine gerade horizontale Linie bildet. Die Matratzenhärte ist dagegen reine Geschmackssache und kein Kriterium für gesunden Schlaf. Bei einer weichen Matratze sinkt man tiefer ein, das Liegegefühl verändert sich dadurch.

Für den Test hat die Stiftung Warentest die Liegeeigenschaften der Matratzen für verschiedene HEIA-Typen überprüft. Das sind folgende vier verbreitete Körpertypen: 

- H-Typen: Große, schwere Menschen mit viel Gewicht an Bauch und Schultern.    
- E-Typen: Große, schwere Menschen, bei denen Schultern, Bauch und Becken änlich breit und schwer sind.
- I-Typen: Kleine, leichte Menschen, bei denen Schultern, Bauch- und Beckenbereich ähnlich breit und schwer sind. 
- A-Typen: Kleine, leichte Menschen, deren Bauch- und Beckenbereich breiter ist als ihre Schultern.

Diese Federkernmatratzen bekommen eine Empfehlung

Die Matratze mit den besten Liegeeigenschaften im Test ist die "MFO Classic" (H3) für 278 Euro. Sie ist für jeden HEIA-Typ gleich gut geeignet. Leichte Abzüge gibt es im Test für die Haltbarkeit, wobei die Matratze auch hier gut abschneidet.

Die Matratze "Springs and Foam" (H2-H3) bietet für 150 Euro ebenfalls gute Liegeeigenschaften und ist eine der günstigsten im Test. Vor allem Rückenschläfer aller HEIA-Typen können hier bedenkenlos zugreifen, in Seitenlage gibt es aber leichte Abstriche. Bei der Haltbarkeit schnitt die Matratze sogar am besten ab.

In der Gesamtwertung gleichauf mit der "MFO Classic" an der Spitze befindet sich die "Hn8 Dynamic" (H3). Für Seitenschläfer vom H- und I-Typ könnte die Matratze nicht die perfekte Wahl sein. Dafür schneidet auch sie im Punkt Haltbarkeit sehr gut ab.

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Matratzenpreis spielt für die Liegeeigenschaft keine Rolle

Der Preis ist kein Indikator für eine gute Liegeeigenschaft der Matratze. Die teuerste Matratze im Test "Schlaraffia Bora Pure 55" belegt im Gesamtfeld mit der Note befriedigend den letzten Platz.

Die Stiftung Warentest hat außerdem einen kritischen Blick auf die angeblichen Sonderangebote bei Matratzen geworfen. Oft werden Matratzen mit durchgestrichenen Preisen beworben. Ob der teurere Preis tatsächlich irgendwann einmal verlangt wurde, lässt sich kaum überprüfen. Entsprechend deutlich fällt das Urteil der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu dem Thema aus: "Durchgestrichene Preise geben dem Kunden das Gefühl, ein gutes Geschäft zu machen." Mehr aber auch nicht. (Hier finden Sie unseren großen Taschenfederkernmatratzentest)