FDP-Chef Christian Lindner vor 20 Jahren: Der Poser mit dem Aktenkoffer

Der junge Christian Lindner als Video-Hit
Der junge Christian Lindner als Video-Hit
© dpa, -, kno

15. September 2017 - 8:49 Uhr

FDP-Chef Christian Linder im Video: stilecht mit Pop-Krawatte und Aktenkoffer

Den hippen, coolen Christian Lindner mit T-Shirt und Dreitagebart auf Wahlplakaten in Schwarz-Weiß – den kennt man heute. Mit seinen Wahl-Spots ist der FDP-Chef auch im Netz erfolgreich. Doch jetzt rauscht ein Video von einem neuen (alten) Lindner durch die sozialen Netzwerke und wird von den Nutzern gefeiert: Der Politiker ist hier 20 Jahre jünger, trägt stilecht Pop-Krawatte und Aktenkoffer und verrät Weisheiten zum Unternehmertum. An Selbstbewusstsein hat es ihm schon damals nicht gemangelt.

Schulzeit ist Zeit, die "durch den Schredder" läuft

Das Video ist jetzt schon ein Social-Media-Hit: In der geliehenen Limousine fährt der damals 18-jährige Christian Lindner mit seinem Freund und Geschäftspartner Christopher auf dem Schulhof des Gymnasiums seiner Heimatstadt Wermelskirchen vor. Als Jungunternehmer trägt er natürlich das passende Outfit: Anzug, blaues Hemd, Kuhflecken-Krawatte. Eigentlich müsste er fürs Abi lernen, doch für Lindner ist es wichtiger PR-Konzepte zu verkaufen.

In der Schule würde er ohnehin nur seine Zeit absitzen: "Wenn man in der Schule sitzt, und man sitzt seine Zeit ab, weiß, dass man telefonieren, den Kunden besuchen oder Arbeit erledigen müsste, dann kommt man sich so vor, als sei die Zeit durch den Schredder gelaufen."

Video wurde bereits tausendfach geteilt

'Stern TV' hat das Video aus dem Archiv gegraben, das 1997 für ein Jugendmagazin der 'Deutschen Welle' gedreht wurde. Als "Fundstück der Woche" auf Facebook gepostet, hat es schon über 1,4 Millionen Aufrufe und wurde tausendfach geteilt.

Kein Wunder. Der vor Selbstbewusstsein sprühende Lindner präsentiert eine Lebensweisheit nach der anderen, die von den Nutzern nur allzu gerne kommentiert werden: "Sein Handwerk versteht er schon damals, einem eine Waffel ans Ohr quatschen und zu 100 Prozent von sich überzeugt sein", schreibt eine Frau bei Facebook.

Cristian Lindner selbst sieht es mit Humor und schreibt auf Twitter: "Danke Stern TV. Das war 1997 Gründerkultur 1.0". Wie sollte er auch anderes reagieren? Schließlich gibt es ja keine Probleme, sondern nur "dornige Chancen".

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