Fahrradanhänger oder Babysitz?

Fahrradfahren mit Baby – sicher unterwegs sein

Fahrrad fahren ist ein Spaß für die Eltern und das Baby: Damit Sie sicher von A nach B kommen, gibt es allerdings einiges zu beachten.
Fahrrad fahren ist ein Spaß für die Eltern und das Baby: Damit Sie sicher von A nach B kommen, gibt es allerdings einiges zu beachten.
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21. Oktober 2020 - 16:02 Uhr

Fahrrad fahren mit Baby: Spaß für Eltern und Kind

Viele kleine Kinder mögen das Gefühl, auf Rädern vorwärts zu kommen. In einem speziellen Anhänger oder einem Fahrradsitz für das Baby sind sie gut aufgehoben, sei es beim täglichen Einkauf oder bei einem Ausflug.

Kein Problem: Rad fahren mit Baby

Ein Fahrradanhänger für das Baby macht es Ihnen leicht, Ihren Nachwuchs immer mitzunehmen. Mit einer passenden Babyschale verwandelt sich der Anhänger in ein sicheres Fortbewegungsmittel. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Erschütterungen nicht zu stark sind: Sie sollten also vorausschauend und rücksichtsvoll fahren.

Einige Anhänger verfügen über eine Stoßdämpfung. Diese federt auch Unebenheiten gut ab. Wichtig ist außerdem, dass das Rückgrat des Babys nicht überstrapaziert wird. Das gilt auch für die Baby-Fahrradsitze, die eine gute Möglichkeit zum Transport Ihres Kindes sind. 

Den Fahrradanhänger für das Baby vorbereiten

Bei der Suche nach einem Fahrradanhänger mit integrierter oder nachrüstbarer Babyschale sollten Sie vor allem auf die Federung achten. Außerdem benötigen die Anhänger nicht nur Reflektoren, sondern auch ein Rücklicht sowie eine Sicherheitsfahne. Die Reifen sollten Sie nicht zu fest aufpumpen.

Sicherheitshalber sollten Sie Ihr Baby gut angurten und weitere Ladung möglichst gleichmäßig verteilen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass das Gesamtgewicht nicht zu hoch ist: Im Allgemeinen liegt die Obergrenze bei 40 Kilogramm. Beim Fahren selbst ist es wichtig, an das veränderte Bremsverhalten zu denken.

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Vor- und Nachteile von Baby-Fahrradanhängern

Die Vorzüge zeigen sich zunächst im Platzangebot, das Sie für Gepäck oder für ein zweites Kind nutzen können. Ihr Nachwuchs sitzt bequem und entspannt sich, während Sie in die Pedale treten. Außerdem sind die Kinder vor Witterungen geschützt. Aufgrund seiner Abmessungen eignet sich der Fahrradanhänger jedoch nicht für alle Radwege. Zudem kann er schwer zu handhaben sein. Ohne richtige Federung ist der Anhänger für das Baby eine Strapaze. Auf holprigen Strecken verursacht er womöglich Rückenschmerzen. Auf der Höhe des Anhängers sind außerdem die Auspuffgase stark konzentriert.

Die andere Alternative: der Fahrradsitz für das Baby

Wenn Sie sich für einen Kindersitz entschieden haben, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Halterungen und Gurte verstellbar sind. Grundsätzlich gelten die Hinterradsitze im Vergleich zu den Sitzen, die vor dem Fahrradlenker montiert werden, als die sicherere Variante. Zudem halten sie mehr Gewicht aus.

Auf jeden Fall muss das System mit Ihrem Fahrrad kompatibel sein. Doch nicht jeder Kindersitz eignet sich für jedes Rad. Beim Probesitzen finden Sie heraus, ob Sie und Ihr Kind es auch bequem haben. Dieser Test gibt außerdem Aufschluss darüber, ob sich die Fußhalterungen wie gewünscht verstellen lassen.

Den Fahrradsitz auf das Baby und die Fahrräder abstimmen

Der Kindersitz für das Fahrrad muss genau auf die Körpergröße und das Gewicht des Kindes abgestimmt werden. Zu diesem Zweck stellen die Hersteller alle relevanten Daten bereit, die beispielsweise das Maximalgewicht angeben und Informationen zum Gurtsystem liefern.

Zu den wichtigen Details bei der Suche nach einem Fahrradsitz gehört zudem die Abstimmung auf Ihr Fahrrad. Achten Sie darauf, ob der Sitz auch an dem Fahrrad Ihres Partners montiert werden kann. So können Sie sich bei der nächsten Radtour abwechseln. Eventuell ist dafür eine zweite Halterung erforderlich.

Bequem Rad fahren mit Baby

Der Fahrradanhänger und der Fahrradsitz sind eine gute und sichere Entscheidung, wenn Sie gerne Rad fahren. Eine Rückentrage oder ein Tragetuch sollten Sie auf dem Fahrrad auf keinen Fall verwenden. Das wäre für Sie und für Ihr Baby sehr unkomfortabel. In dem gefederten Anhänger oder einem Fahrradsitz mit Sicherheitsgurt fühlt sich Ihr Nachwuchs jedoch wohl. Die Fahrt kann also ruhig etwas länger dauern – gleichgültig, ob Sie am Wochenende durch den Wald radeln oder unter der Woche zum Supermarkt unterwegs sind.