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Fachkräftemangel wird noch krasser: Fast ein Drittel der Arbeitnehmer geht bis 2036 in Rente

Knapp 13 Millionen Menschen scheiden aus dem Berufsleben aus

Fachkräftemangel wird noch krasser: Fast ein Drittel der Arbeitnehmer geht bis 2036 in Rente

Ausbildungsmarkt
Der Fachkräftemangel droht sich zu verschärfen. (Symbolbild)
deutsche presse agentur

Schon jetzt sind viele Arbeitnehmer am Limit. Überstunden, Doppelschichten und Co. gehören in zahlreichen Branchen, wie etwa im Handwerk oder in der Pflege, längst zur Tagesordnung. Fast jeder spürt es: An allen Ecken und Enden fehlen Fachkräfte .

Der Druck für die Beschäftigen in nahezu allen Branchen ist groß – schon jetzt. Doch schon bald wird sich die Lage drastisch verschärfen. Denn in den kommenden Jahren scheiden fast ein Drittel aller Arbeitnehmer aus, so aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts. Für Millionen Menschen steht die Rente bevor. Wie geht es dann weiter?

Fast 13 Millionen bis 2036 in Rente - verschärft sich der Fachkräftemangel?

Fachkräftemangel spüren viele Branchen schon jetzt. Doch mit dem Renteneintritt der geburtenstarken Jahrgänge – der sogenannten Babyboomer – scheiden in den kommenden 15 Jahren Millionen Arbeitnehmer aus. Fast 13 Millionen gehen dem Arbeitsmarkt in Deutschland verloren.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden 12,9 Millionen Erwerbstätige der Babyboomer-Generation bis 2036 das Renteneintritts-Alter überschritten haben. Das entspreche knapp 30 Prozent der zur Verfügung stehenden Personen.

Werden die Arbeitnehmer in Rente gehen, hat das drastische Folgen für den Arbeitsmarkt. Denn die jüngeren Generationen reichen den Angaben zufolge zahlenmäßig nicht an die geburtenstarken Jahrgänge der Jahre 1957 und 1969 heran.

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Lösung für den Fachkräftemangel? Frauen stärker beteiligen

Der Blick in die Zukunft macht vielen Arbeitnehmern Angst. Doch gibt es eine Lösung für den Fachkräftemangel? Die eine mit Sicherheit nicht. Allerdings könnte es nach Einschätzung der Statistiker helfen, wenn Frauen am Erwerbsleben stärker beteiligt würden. Denn die Erwerbsquote von Frauen sei über alle Altersgruppen hinweg noch immer geringer als die der Männer.

Konkret: Für die Bevölkerung zwischen 30 und 39 Jahren lag die Erwerbsquote der Frauen im vergangenen Jahr rund elf Prozentpunkte niedriger als die der Männer. Bei den 40- bis unter 65-Jährigen waren es im Schnitt etwa gut acht Prozente.

„Eine größere Arbeitsmarktpartizipation von Frauen könnte somit zur Aktivierung eines insgesamt größeren Erwerbspersonenpotenzials beitragen“, hieß es. Und klar ist: Je früher dem Fachkräftemangel entgegen gewirkt wird, desto besser. (jaw, mit dpa)

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