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Unter 13-Jährige dürfen die Plattform bisher nicht nutzen

Facebook plant Instagram-Version für Kinder

Wer sich einen Account bei Instagram machen will, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Doch bald soll es eine eigene Version für Kinder geben.
Wer sich einen Account bei Instagram machen will, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Doch bald soll es eine eigene Version für Kinder geben.
© iStockphoto, SDI Productions

19. März 2021 - 15:49 Uhr

Wie sicher ist eine Social-Media-Plattform für Kinder?

Wer sich einen Account bei Instagram machen will, muss mindestens 13 Jahre alt sein. Dies ist eine Maßnahme, um die Sicherheit von Kindern im Internet zu gewährleisten. Erst kürzlich zeigte das RTL Spezial "Angriff auf unsere Kinder und was WIR dagegen machen können", wie schnell vermeintlich 12-jährige Kinder in den Fokus von Pädokriminellen geraten können. Doch nun bestätigt ein internes Memo von Instagram, das "Buzzfeed News" vorliegt, dass das Unternehmen Facebook eine Version der Plattform für unter 13-Jährige plant. Wie gehen das neue "Instagram für Kinder" und Schutz von Kindern im Netz zusammen?

Zwei Säulen für mehr Kindersicherheit

Wenn es nach Instagram geht, passt eine eigene Version für Kinder sehr gut in das Vorhaben, mehr Sicherheit für Kinder auf der Plattform zu schaffen. Man arbeite an einer neuen Jugendsäule, bei der man sich auf zwei Dinge fokussieren wolle, erklärt Instagram-Vize-Produktchef Vishal Shah. Dies sei einerseits, die Privatsphäre-Einstellungen zu verbessern, um Jugendlichen besonderen Schutz zu bieten und andererseits, "eine Instagram-Version aufzubauen, die Menschen unter dem Alter von 13 Jahren erlaubt, Instagram zum ersten Mal sicher zu benutzen", zitiert "Buzzfeed News" Shah.

Das Unternehmen wisse, dass "mehr und mehr Kinder" Apps wie Instagram benutzen wollen, erklärt Instagram-Chef Adam Mosseri. "Wir müssen in dem Bereich noch viel machen, aber Teil der Lösung ist, eine Version von Instagram für junge Menschen zu machen, bei der Eltern Transparenz oder Kontrolle haben."

Wann die Kinder-Version kommt und wie genau sie gestaltet sein wird, ist bislang noch nicht bekannt.

Was Instagram noch tut, um Kinder zu schützen

Die Meldung über das geplante Instagram für Kinder folgte kurz nach einem "Update zum Schutz von Minderjährigen" von Instagram. Darin wird zusammengefasst, wie das Unternehmen die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen noch besser gewährleisten möchte. Dazu zählt folgendes:

  • Altersverifikation: Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sollen dabei helfen, das tatsächliche Alter von Nutzern zu entschlüsseln. Dies solle verhindern, dass sich unter 13-Jährige anmelden, indem sie ein falsches Alter bei der Registrierung angeben.
  • Sicherheit vor ungewollten Kontaktanfragen: Eine neue Funktion wird Erwachsene daran hindern, minderjährige Nutzer anzuschreiben, wenn diese ihnen nicht folgen.
  • Nutzung privater Accounts: Minderjährige, die sich neu bei Instagram anmelden, werden zu einer noch bewussteren Entscheidung zwischen einem privaten oder öffentlichen Account angeregt.
  • Weitere Maßnahmen: In einigen Ländern wird gerade eine neue Funktion getestet, bei der Warnhinweise in Direktnachrichten angezeigt werden, "um die junge Community bei Nachrichten von Erwachsenen mit ungewöhnlichem Verhalten zur Vorsicht aufzurufen". Außerdem soll es auffälligen Erwachsenen erschwert werden, Nutzer unter 18 Jahren ausfindig zu machen und anzuschreiben.

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