9. März 2019 - 18:03 Uhr

Facebook zieht nach

Nach Youtube, Pinterest und Amazon will nun auch Facebook die Verbreitung der Inhalte von Impfgegnern einschränken.

Gegen Verbreitung von Falschinformationen

Facebook-Seiten und Gruppen, die "falsche Informationen über Impfungen verbreiten", werden in Newsfeeds der Nutzer und bei Suchanfragen zurückgestuft, wie das Online-Netzwerk in einem Blogeintrag mitteilte. Damit werden entsprechende Seiten zwar nicht komplett gesperrt, die Facebook-Algorithmen zeigen sie aber seltener an. Werbung mit falschen Informationen über Impfungen werde überhaupt nicht mehr angenommen, hieß es weiter.

Auch bei Instagram sollen solche Inhalte nicht mehr in der Such-Ansicht angezeigt werden. Die Maßnahmen gelten zunächst für Inhalte in Englisch, Spanisch und Französisch, sollen aber bald auch auf weitere Sprachen ausgeweitet werden.​

Pinterest als Vorreiter

Damit zieht Facebook gleich mit Youtube und Pinterest. In den USA hat das Thema zuletzt mit der Ausbreitung von Masern an Schärfe gewonnen. Für das Problem werden auch Impfgegner mitverantwortlich gemacht.

Auch Amazon zog mitterweile nach: Erst kürzlich geriet der Versand-Riese in die Kritik, weil er mit seinem Spendendienst "Amazon Smile" für Impfgegner spendete. Amazon hat daraufhin Anfang der Woche angekündigt, fünf Dokumentationen von Impfgegnern aus dem Prime-Programm zu nehmen, wie die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtete.