Geschlechtsteil flutschte bei U20-Leichtathletik-WM aus Sporthose

Ex-Zehnkampf-Star erlebte Penis-Panne wie Alberto Nonino: "Wenn die Genitalien raushängen, ist man erst mal geschockt"

Ex-Zehnkämpfer: "Mir ist das beim Hürdenlauf passiert" Nach Penis-Panne bei Leichtathletik-WM
02:47 min
Nach Penis-Panne bei Leichtathletik-WM
Ex-Zehnkämpfer: "Mir ist das beim Hürdenlauf passiert"

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Weil sein Penis immer wieder aus seiner Hose flutschte, verpasste Zehnkämpfer Alberto Nonino den möglichen Sieg bei der U20-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Cali (Kolumbien). Der deutsche ehemalige Zehnkampf-Star Jürgen Hingsen fühlt im exklusiven Interview mit RTL mit dem jungen Italiener. „Wenn die Genitalien raushängen, ist man erst mal geschockt. Da kommt man total aus dem Rhythmus“, erklärt Hingsen. Und erzählt dann eine amüsante Anekdote aus seiner eigenen aktiven Zeit, denn Hingsen ist solch eine Penis-Panne schon zwei Mal passiert – oben im Video.

Panne bei Hürdenlauf gefährlich

Vor allem beim Hürdenlauf ist so eine Panne ein riesiges Problem. „Das ist natürlich nicht nur peinlich“, sagt Hingsen, „es ist auch ziemlich gefährlich, wenn man über die Hürden haarscharf drüber schrappt und das Gehänge raushängt.“

„Bei mir war es so, dass es zum Glück zum Schluss passiert ist. Das war zwei Hürden vor Schluss, da habe ich mich irgendwie ins Ziel gerettet“, erinnert sich Hingsen lachend. Das zweite Malheur passierte dem ehemaligen Zehnkämpfer beim Weitsprung, als ein Fotograf genau richtig stand.

"Menschlich und irgendwo lustig"

„Ein Fotograf hat das sogar festgehalten und mir das Bild später geschickt. Da sag ich: Wie Gott mich schuf. Aber die Weite konnte man vergessen. Ich war beim Landeanflug etwas geschockt und natürlich auch verstört.“ Beim nächsten Versuch habe er dann die Turnhose gewechselt und eine gute Landung hinbekommen. „Das passiert, es ist menschlich, es ist nicht tragisch, sondern irgendwo lustig“, schmunzelt Hingsen.

Eine solche Panne merke ein Sportler sofort. Schließlich sei normalerweise da unten alles gut verpackt, erklärt Jürgen Hingsen. „Wenn man da plötzlich eine Bewegungsfreiheit hat, dann geht die ganze Konzentration und Koordination flöten.“ Da achteten Sportler nur noch darauf, sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. „Wenn dann auch noch Kameras dabei sind, ist das natürlich peinlich.“ Aber das müsse man eben durchstehen, die alten Griechen haben ja auch nackt gekämpft, so der ehemalige Zehnkämpfer.

Und am Ende hilft einfach nur eins: „Man muss einfach durchziehen!“

Mit solchen knappen Höschen musste Hingsen (mi.) damals (1983) über die Hürden.
Mit solchen knappen Höschen musste Hingsen (mi.) damals (1983) über die Hürden.
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Bis heute deutscher Rekord

Jürgen Hingsen hält bis heute den deutschen Zehnkampf-Rekord. 1984 stellte der2-Meter-Mann sogar einen Weltrekord auf. Der Duisburger holte jeweils Silber bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. 1989 beendete er seine erfolgreiche Zehnkampf-Karriere. (lgr)