Gläubige Jüdin über ihre Lebensrealität in Deutschland

Ex-GZSZ-Star Susan Sideropoulos: Polizei schützt Schule ihrer Kinder - aus Sorge vor Anschlägen

Susan Sideropoulos
Susan Sideropoulos
© dpa, Kira Hofmann, jka sb

25. Oktober 2021 - 13:27 Uhr

So erleben es Susan Sideropoulos' Kinder, auf eine jüdische Schule in Deutschland zu gehen

Es ist eine für viele unvorstellbare Lebensrealität, die Ex-GZSZ-Star Susan Sideropoulos (41) als gläubige Jüdin und Mutter in Deutschland erfährt. In einem neuen Interview spricht die Schauspielerin aus dem kommenden GZSZ-Spin-off jetzt von der großen Sorge, die sie allein wegen der Schulbesuche ihrer Kinder Liam und Joel durchlebt.

"Ich wünschte mir, vor der Schule meiner Kinder würde keine Polizei mehr stehen müssen"

Im Gespräch mit "Bild" spricht Susan über die Ängste, die mit dem Schulalltag ihres Nachwuchs verbunden sind, der eine jüdische Schule in Berlin besucht: "Ich wünschte mir, vor der Schule meiner Kinder würde keine Polizei mehr stehen müssen. Aber leider sind das Fakten, denen wir ausgeliefert sind". Dort stehen die Beamten nicht zufällig, sondern um die jüdische Schule und die Kinder vor antisemitischen Anschlägen zu schützen.

Susan Sideropoulos sieht ein Problem in der deutschen Gesellschaft

Doch nicht nur wegen der Schulbesuche ihrer Kinder macht die liebende Mutter sich Sorgen. "Und solange ich darüber nachdenken muss, ob ich Angst haben muss, wenn meine Kinder mit einem Davidstern auf der Straße laufen, solange haben wir ein Problem", sagt sie.

Bis vor zwei Jahren, so der ehemalige Serien-Star, haben ihre Söhne dabei noch gedacht, dass vor jeder deutschen Schule Polizei aufpasse: "Das ist für sie ganz normal gewesen, weil sie es ja auch nicht anders kennen."

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Von Angst will der Ex-GZSZ-Star sich nicht beherrschen lassen

Für Susan ist jedoch klar: Sie wird sich nicht von Furcht beherrschen lassen! Und ihre Kinder auch nicht dazu erziehen: "Weil ich mich weigere, meine Kinder in Angst großzuziehen, wurde das lange nicht thematisiert", so das frühere GZSZ-Gesicht zu dem Grund, aus dem sie Liam und Joel nicht früher über ihre besondere Schulsituation aufklärte.

Nach dem Attentat in Halle, so Susan, hätten ihre Söhne sie offen gefragt: ",Mama, warum hat ein Mann versucht, in eine Synagoge reinzukommen, um Menschen zu töten?'" (nos)