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Anschlag in Halle

Beim Anschlag in Halle am 9. Oktober 2019 versuchte der Rechtsextremist Stephan Balliet, in einer Synagoge ein Blutbad anzurichten. Zwei Menschen starben dabei.

Anschlag in Halle picture alliance/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Am 9. Oktober 2019 erschütterte ein bewaffneter Anschlag die gesamte Bundesrepublik. In Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt versuchte der schwer bewaffnete Rechtsextremist Stephan B., in eine Synagoge einzudringen und dort wahllos die Teilnehmer eines Gottesdienstes zu erschießen. Es gelang ihm jedoch nicht, das Gebäude zu betreten, obwohl er mehrfach auf die Tür schoss und zudem diverse Sprengsätze zündete. In der Synagoge befanden sich zu dieser Zeit 51 Menschen, die sich verbarrikadieren konnten, nachdem sie die Explosionsgeräusche gehört hatten. Während seiner erfolglosen Versuche, in die Synagoge zu gelangen, erschoss der Täter eine 40 Jahre alte Passantin. Zudem versuchte er, einen weiteren Mann zu erschießen. Da seine Waffe eine Ladehemmung hatte, misslang ihm dies allerdings.

Ein weiteres Todesopfer beim Anschlag in Halle

Inzwischen war die Polizei über die Geschehnisse informiert worden und ein erster Einsatzwagen erreichte den Tatort. Diesen hatte der Täter inzwischen aber verlassen und fuhr mit einem Auto zu einem in der Nähe gelegenen Döner-Imbiss. Dort erschoss er einen 20 Jahre alten Gast und versuchte, einen Sprengsatz in den Imbiss zu werfen. Allerdings traf er nur den Türrahmen, woraufhin der Sprengsatz auf die Straße fiel und dort explodierte. Weitere Versuche, Passanten zu erschießen, misslangen auch hier.

Das Ende des Anschlags in Halle

Als Polizisten den Imbiss erreichten, lieferten sie sich einen Schusswechsel mit dem Täter. Dabei wurde dieser verletzt. Dennoch gelang ihm die Flucht in die Stadt Landsberg, wo er ein Ehepaar aufforderte, ihm sein Auto zu geben. Da sich das Paar weigerte, wurde es vom Täter mit Schüssen schwer verletzt. Der Täter stahl daraufhin ein Taxi und setzte seine Flucht fort. Auf der Bundesstraße 91 stieß er in der Nähe von Zeitz mit einem LKW zusammen und versuchte anschließend, zu Fuß zu flüchten. Dabei wurde er jedoch von der Polizei festgenommen. In Schriftstücken, die B. vor der Tat im Internet verbreitet hatte, zeigte er einen deutlichen Antisemitismus. So glaubte er an eine Weltverschwörung des Judentums und behauptete unter anderem, der Holocaust habe nie stattgefunden.