Exklusiv-Interview

Bernd Leno liebt Abenteuer und Prison Break

05. Mai 2021 - 18:48 Uhr

Bernd Leno ganz privat

Der FC Arsenal steht mit dem Rücken zur Wand. Nach einer Hinspiel-Niederlage gegen den FC Villarreal, müssen die "Gunners" am Donnerstag (21 Uhr LIVE bei NITRO und auf TVNOW) unbedingt gewinnen, um nicht nur ins Europa-League-Finale einzuziehen, sondern auch die Chance auf die Champions League-Teilnahme in der kommenden Saison zu wahren. Mittendrin im Londoner Trubel steckt Bernd Leno. Wir haben den deutschen National-Torhüter und ehemaligen Leverkusen-Keeper vor der Partie zu einem exklusiven Interview getroffen, in dem es nicht nur um Fußball ging.

Im Video sehen Sie, warum Leno so wichtig für den FC Arsenal ist.

Fan von Abenteuern

Leno ist m schwäbischen Bietigheim-Bissingen geboren und aufgewachsen. Erst hat er für den VfB Stuttgart den Kasten sauber gehalten, dann bis 2018 für Bayer Leverkusen gespielt. Mittlerweile wohnt der 29-Jährige in London und spielt für den FC Arsenal. Seine alte Heimat vermisst er nicht wirklich. "Momentan habe ich nicht den Wunsch nach Deutschland zurückzukommen", erzählt er uns. London gefalle ihm richtig gut. "Ich bin ein Fan von Abenteuern, das prägt mich als Mensch", so Leno weiter.

"Hätte am liebsten geheult"

Auch Lenos Karriere liest sich wie ein Abenteuer. Nach ersten Schritten als Torwart bei der zweiten Mannschaft des VfB ging es 2011 urplötzlich auf die ganz große Bühne. Für Bayer Leverkusen gab er nicht nur sein Bundesligadebüt, sondern auch das Debüt in der Königsklasse- nebenbei war er mit 19 Jahren und 193 Tagen damals der jüngste deutsche Torhüter, der in der Champions League eingesetzt wurde. Am 13. September 2011 debütierte er in der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen den FC Chelsea.

Heute kennt man Leno als ruhigen, ausgeglichenen, coolen Typen, doch das sah damals noch ganz anders aus. "Ich war total nervös und angespannt", gibt Leno zu. "Aber ich habe auch pure Vorfreude gespürt. Ich konnte es kaum abwarten". Vor allem an die "hitzige Atmosphäre" erinnert sich Leno zurück, die in englischen Stadien normal sei. Und bei all der Erinnerung wird Leno auch im Rückblick noch einmal emotional: "Ich hätte am liebsten angefangen zu heulen vor Freude. Das war Gänsehaut pur, wie in einem Film. Das war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, solche Momente nimmt einem niemand mehr."

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Leno liebt Zeit mit seiner Frau und den Hunden

Derzeit jagt für die Profi-Fußballer ein Spiel das nächste. Bernd Leno ist mit der Doppelbelastung aus Premier League und Europa League gut ausgelastet. Das sah letztes Jahr ganz anders aus. Der Corona-Lockdown hat auch Leno schwer zugesetzt. Neun Wochen ohne Fußball - da musste er in der Freizeitbeschäftigung kreativ werden und hat dabei auch neue Leidenschaften für sich entdeckt. "Ich habe damals jeden Abend mit meinen Freunden gespielt, habe draußen im Garten ein Buch gelesen", erzählt er uns. Sein Lieblingsbuch? 1965 von Thomas Christ. Seine Lieblingsserie? Prison Break.

Außerdem habe er sehr viel Zeit mit seiner Frau und seinen Hunden verbracht. Und eines gelernt: "Ich muss bewusst aufpassen, nicht zu viel Zeit am Handy zu sein. Da gammelt man zwei Stunden am Handy und weiß gar nicht, was man gemacht hat, das tut jedem nicht gut." Deshalb versuche er, nicht so viel am Handy zu sein - bis heute. Denn auch, wenn der harte Lockdown aus dem letzten Jahr überwunden ist, sei immer noch eine "komische Zeit", so Leno.

Jetzt zählt erstmal nur das Finale

Leno spielt für einen der größten Clubs der Welt und ist trotzdem total auf dem Boden geblieben. Der 29-Jährige kennt und lebt auch ein Leben neben dem Fußball-Business. Und trotzdem hat er derzeit nur ein Ziel: Das Finale der Europa League erreichen - komme was wolle. Ob er das schafft, sehen Sie am Donnerstag den 6. Mai um 21 Uhr, live bei RTL und im TVNOW-Stream.

LGR