In Kita und Drogerie

EuGH urteilt: Kopftuchverbot unter bestimmten Umständen gerechtfertigt

Der Europäische Gerichtshof erlaubt Arbeitgebern unter bestimmten Umständen, ihren Mitarbeitern das Tragen von Kopftüchern zu verbieten.
Der Europäische Gerichtshof erlaubt Arbeitgebern unter bestimmten Umständen, ihren Mitarbeitern das Tragen von Kopftüchern zu verbieten.
© dpa, Wolfram Steinberg

15. Juli 2021 - 10:30 Uhr

Europäischer Gerichtshof entscheidet über Kopftuchverbot

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, die muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen von Kopftüchern verbieten. So ein Verbot verstößt unter bestimmten Umständen nicht gegen europäisches Recht.

Mitarbeiterinnen aus Kita und Drogerie hatten geklagt

Das Verbot des Tragens jeder sichtbaren Ausdrucksform politischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen könne durch das Bedürfnis des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder soziale Konflikte zu vermeiden, entschied der EuGH am Donnerstag.

Geklagt hatten zwei Frauen aus Deutschland - eine Kita-Mitarbeiterin und eine Angestellte in einem Drogeriemarkt. Sie hatten anfangs keine Kopftücher getragen, sich nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit aber dazu entschlossen. Ihre Arbeitgeber hatten ihnen das Tragen des Kopftuchs am Arbeitsplatz verboten. (dpa/Reuters/jgr)