Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele in Tokio

Was für eine Ehre: Dieses Duo trug die deutsche Flagge ins Stadion

Mareike Miller und Michael Teuber sind die deutschen Fahnenträger bei den Paralympics 2021 in Tokio
Mareike Miller und Michael Teuber sind die deutschen Fahnenträger bei den Paralympics 2021 in Tokio
© Florian Thamm, DSM

24. August 2021 - 17:21 Uhr

Das gab's noch nie bei den Paralympischen Spielen

Am Dienstagmittag wurden die Paralympischen Spiele in Tokio eröffnet. Zum ersten Mal trugen gleich zwei Personen die deutsche Fahne ins Stadion: Die Hamburger Rollstuhl-Basketballerin Mareike Miller und der Bayrische Radsportler Michael Teuber teilten sich die ehrenvolle Aufgabe.

Gleichberechtigung bei den Paralympics

24.08.2021, Japan, Tokio: Paralympics: Eröffnungsfeier im Olympiastadion. Das Team Deutschland kommt zu der Eröffnungsfeier ins Olympiastadion. Die Fahnenträger des Teams Mareike Miller, Rollstuhlbasketball, und Michael Teuber, Paracycling, tragen di
Paralympics Tokio 2020 - Eröffnungsfeier
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, exa

Das gemeinschaftliche Tragen der Flagge soll ein Zeichen für die Gleichberechtigung von Mann und Frau setzen, erklärt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbands im RTL Nord-Interview: "Deshalb fand ich es nur richtig, dass wir umgesetzt haben, einen Mann und eine Frau, eine Athletin und ein Athleten mit der deutschen Fahne voranlaufen zu lassen und da haben wir mit Mareike Miller und Michael Teuber zwei erfahrende Athleten ausgesucht, die sehr viele Medaillen in ihrem Sportleben gesammelt haben, die sehr oft Vorbild waren und noch Vorbild sind."

Miller: "Ich kann es immer noch nicht so richtig in Worte fassen"

Die 31-jährige Mareike Miller ist zum dritten Mal bei den Paralympischen Spielen dabei. Die Fahne tragen – das durfte sie aber noch nie. "Es ist etwas ganz besonderes. Ich kann es immer noch nicht so richtig in Worte fassen. Es geht um den Moment, wie wir ins Stadion einlaufen. Ich weiß, dass es einzigartig ist, eine solche Chance zu bekommen und da eben vorweggehen zu dürfen für unsere Mannschaft und da freue ich mich jetzt einfach erstmal drauf", erzählt die Fahnenträgerin noch vor der Eröffnung im RTL Nord-Interview.

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"Wow! Was war das für ein Gänsehautmoment"

Um 22:08 Uhr Ortszeit hat der japanische Kaiser, Tenno Naruhito, die 16. Paralympischen Sommerspiele in Tokio mit der traditionellen Begrüßungsformel eröffnet. 4400 Sportlerinnen und Sportler aus 161 Ländern nehmen an den Wettkämpfen teil. Und dann kommt der große Moment von Mareike und ihrem Team. Kurz nach dem Einlaufen schickt uns die Profi-Sportlerin diese Nachricht: "Wow! Was war das für ein Gänsehautmoment, mit der Fahne ins Stadion zu laufen. Es ist zwar leider kein Publikum da, aber die deutsche Mannschaft ist gut drauf. Wir haben im Tunnel schon gesungen, die Fahne schon schwenken können und durften dann ist das monströse Stadion einlaufen. Es war einfach ein ganz besonderer Moment."

Spiele finden ohne Publikum statt

Bei den Paralympics dürfen keine Zuschauer ins Stadion. Die Kapitänin der Deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen ist aber optimistisch, dass trotzdem Stimmung aufkommt: "Wir hoffen, dass da trotzdem so ein bisschen Publikum ist, was zumindest dann mal klatscht, wenn wir Körbe machen. Aber das bleibt abzuwarten und so ganz weiß ich noch nicht, was auf uns zu kommt. Aber wir versuchen uns einfach auf den Sport zu konzentrieren und umso mehr als Mannschaft Stimmung zu machen", erzählt Miller.

Wettkämpfe laufen bis zum 5. September

24.08.2021, Japan, Tokio: Paralympics: Eröffnungsfeier im Olympiastadion. Sportler sitzen bei der Eröffnungszeremonie im Stadion. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Paralympics Tokio 2020 - Eröffnungsfeier
© dpa, Karl-Josef Hildenbrand, exa

134 deutsche Athleten gehen bei den Paralympischen Spielen in Tokio an den Start. Die Wettkämpfe laufen bis zum 5. September. Zu den Paralympischen Disziplinen gehören unter anderem Rollstuhlfechten, Tischtennis, Schwimmen, Rollstuhl-Basketball, Sitzvolleyball und Radfahren. (vfr)