Kind gefoltert und mit Salz vergiftet

Arthur (6) zu Tode misshandelt - Lebenslange Haft für Stiefmutter (32), auch Vater verurteilt

Arthur L. mit seinem Vater Thomas H. (29).
Arthur L. mit seinem Vater Thomas H. (29).
© WMP / SWNS

10. Dezember 2021 - 12:30 Uhr

Horror-Eltern nach Kindesmisshandlung verurteilt

Der kleine Arthur aus dem englischen Birmingham ist durch die Hölle gegangen. Der Sechsjährige wurde von seinem Vater (29) und dessen Partnerin (32) grausam misshandelt. Sie verprügelten und vergifteten das wehrlose Kind. Jetzt wurde das sadistische Paar zu langen Haftstrafen verurteilt.

Sadistische Eltern zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt

Mit 130 Verletzungen am ganzen Körper fand die Polizei den kleinen Arthur tot im Elternhaus in Solihull, einem Vorort von Birmingham.

Die "feige Stiefmutter", die sich am Freitag weigerte auf der Anklagebank Platz zu nehmen, wurde für ihre Gräueltaten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, sie wird mindestens 29 Jahre im Gefängnis sitzen, schreibt "Daily Mail". Sie war es, die den verängstigten und hilflosen Jungen ermordet hatte. Der Vater des Jungen wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt. Er hatte seinen eigenen Sohn geschlagen und verspottet.

Richter zählt die Grausamkeiten vor Gericht auf

Der Richter bezeichnete Emma T. als "manipulative Frau". Die Mutter von vier Kindern, von denen zwei in Obhut des Jugendamts seien, "erzählt nur Lügen, um ihre eigene Haut zu retten". Sie habe sich nicht einmal für den Tod ihres Stiefsohns entschuldigt. "Sie wollte Thomas H. für sich und ihre Kinder haben und wollte nicht länger von Arthur belästigt werden", so der Richter zum Motiv der Mörderin.

Der Richter bezeichnete die Tat als "einen der beunruhigendsten Fälle, mit denen er jemals etwas zu tun hatte. Diese grausame und unmenschliche Behandlung von Arthur war eine bewusste Entscheidung".

Zu Thomas H., der vor Gericht erschien, sagte er: "Sie waren Athurs Vater, eine Person des Vertrauens und trugen die Hauptverantwortung für ihn. Er war extrem verletzlich", sagte der Richter entsetzt.

Das Paar hatte die Gräueltaten aufgenommen. Im Haus fand die Polizei 22 Bilder und Videos sowie 200 Audiodateien. Sogar als Arthur im Sterben lag, soll die Stiefmutter ihn fotografiert haben.

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Leibliche Mutter: "Ohne ihn lebe ich nicht, existiere nur"

Auch Arthurs leibliche Mutter Olivia L. sprach vor Gericht. "Ohne ihn lebe ich nicht, existiere nur", sagte sie nach der Urteilsverkündung, und fügte unter Tränen hinzu: "Mein Kind, mein kleiner Schatz, wehrlos und aus Hass getötet. Sein Leben wurde ihm gestohlen, er wird nie wieder Weihnachten und Geburtstag feiern." Laut "Daily Mail" verbüßt sie seit 2019 eine elfjährige Haftstrafe, weil sie ihren ehemaligen Lebensgefährten erstochen haben soll. Im selben Jahr sei ihr Sohn zu seinem Vater und seiner neuen Freundin gezogen.

Auch die Großmutter mütterlicherseits war anwesend. "Er war nur ein Kind, hatte niemanden zum Reden, niemanden, den er um Hilfe bitten konnte." Sie war es, die Monate vor Arthurs Tod das Jugendamt auf die Misshandlungen aufmerksam gemacht hatte. Daraufhin hätten Beamte vier Mal das Haus der Familie besucht, aber nichts Verdächtiges feststellen können. (mor)