2018 M03 12 - 15:04 Uhr

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Sie haben Unterleibsschmerzen, aber diese sind nicht mit Ihrer Periode verbunden? Grund dafür könnte eine Endometritis sein, die sich auf unterschiedliche Weise äußern kann. Hier erfahren Sie, was die Ursachen für so eine Infektion sind und was Sie dagegen tun können.

Als Endometritis bezeichnet man eine Infektion der Schleimhäute in der Gebärmutter. Sie ist mit verschiedenen Symptomen wie zum Beispiel einer Zwischenblutung oder starken Unterleibsschmerzen verbunden. Aber wie kommt es, dass die meisten Frauen zuerst nicht einmal bemerken, dass Sie davon betroffen sind? Wir verraten es Ihnen.

Wie entsteht eine Endometritis?

Eine Entzündung der Gebärmutterschleimhäute entsteht durch das Eindringen von Erregern in den Uterus. Das geschieht meistens über die Scheide und den Muttermund, von dem aus die Bakterien dann nach oben in den Uterus wandern. Oftmals entsteht eine Endometritis nach einer Schwangerschaft mit Kaiserschnitt oder einer Fehlgeburt. Aber auch während der Menstruation oder durch Erreger wie Chlamydien, Streptokokken und Staphylokokken ist die Entstehung der Infektion möglich.

Normalerweise bildet der Muttermund eine Barriere für Keime, die durch die Scheide eindringen, sodass Entzündungen wie eine Endometritis gar nicht erst entstehen können. Ist der Körper aber bereits geschwächt, beispielsweise nach einer Geburt, während der Menstruation oder durch einen geringeren Östrogenspiegel in der Menopause, passiert es eher, dass Schädlinge diese Barriere überwinden und bis in die Gebärmutter vordringen. Üblicherweise setzten sich die Bakterien dort lediglich an der Gebärmutterschleimhaut fest, aber in manchen Fällen können Sie auch bis in die umliegende Muskulatur vordringen. Diese Entzündung wird von Ärzten als Endomyometritis bezeichnet.

Was sind die Symptome einer Endometritis?

Meistens wird die Infektion durch die Betroffenen zuerst gar nicht wahrgenommen. In der Folge kann es zu Zyklusstörungen oder Schmierblutungen kommen. Auch eine Schwellung des Bauches, Übelkeit, Verstopfung und Fieber können auftreten. Begleitet wird das Ganze von starken Unterleibsschmerzen, die jedoch in diesem Fall nichts mit dem Zyklus zu tun haben.

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten?

Eine Endometritis ist in den meisten Fällen recht harmlos. Wenn sich die Infektion nur auf die Schleimhäute begrenzt, werden diese während des nächsten Zyklus abgestoßen, so heilt sich der Körper quasi selbst. Ansonsten können auch Antibiotika verschrieben werden. Eine hartnäckige Endometritis kann, besonders unbehandelt, jedoch zu einer Blutvergiftung oder sogar zur Unfruchtbarkeit führen. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Vermutung einer solchen Infektion unbedingt einen Arzt aufsuchen, um auf der sicheren Seite zu sein!

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