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Eltern spendeten Herz ihrer stillgeborenen Tochter: Jetzt braucht ihr zweites Baby ein Spenderherz

Tochter Beatrix (16 Monate) benötigt lebensrettende Herztransplantation

"Wir haben das Herz unser stillgeborenen Tochter gespendet" - jetzt braucht das zweite Baby ein Spenderherz

Sie erlitt bereits einen Herzstillstand.
Die kleine Beatrix wartet auf ein Spenderherz.
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2018 erlebten Terry und Cheryl Archbold aus England das Schrecklichste, was Eltern nur passieren kann: Sie verloren ein Kind. Ihre Tochter Isabel wurde wegen eines Herzfehlers still geboren. Um anderen Eltern Hoffnung zu geben, spendeten sie das Herz ihrer Tochter für die medizinische Forschung. Nun hat das Schicksal leider wieder zugeschlagen und sie brauchen selbst ein Spenderherz für ihre kranke Tochter Beatrix, die erst 16 Monate alt ist.

Beatrix erlitt einen Herzstillstand: "Sie mussten kämpfen, um sie zurückzuholen“

Vier Jahre nach dem Verlust ihrer Tocher Isabel hat nun auch die kleine Beatrix von Terry und Cheryl Archbold zu kämpfen. Momentan liegt das Kind im „Freeman Hospital“ in Newcastle, wo sie auf ein Spenderorgan wartet, wie die Tageszeitung „Mirror“ berichtet. Doch wie kam es dazu?

Die Familie aus Burnopfield (England) war gerade von einer Reise aus Florida zurückgekehrt, als Cheryl und ihre Tochter Eliza (11) positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die fast 1,5-jährige Beatrix verlor zu dieser Zeit den Appetit und wurde lethargisch. Zunächst dachte die Familie, dass auch sie sich mit Corona angesteckt hätte. Doch dann trat ein Ausschlag im Nacken auf und sie eilten ins Krankenhaus. Dort stellten die Ärzte ein Herzgeräusch fest. Röntgenaufnahmen der Brust zeigten, dass eine Seite von Beatrix Herzen vergrößert war. Der Gesundheitszustand von Beatrix verschlechterte sich zunehmend: Sie erlitt eine Herzinsuffizienz und dann einen Herzstillstand, als ihr eine Leitung zur Verabreichung von Medikamenten gelegt wurde.

Vater Terry erinnert sich in einem Interview mit dem „Mirror“ an den schrecklichen Moment: „Sie mussten kämpfen, um sie zurückzuholen“. Der 44-Jährige führt weiter aus: „Die ersten 15 Monate ihres Lebens war sie fit und gesund, dann passierte das. Es war so unerwartet. Es gab keinen genetischen Zusammenhang mit dem Zustand ihrer Schwester, es war einfach Pech.“

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Stillgeborene Isabel litt am hypoplastischem Linksherz-Syndrom

Die stillgeborene Tochter Isabel litt am sogenannten hypoplastischen Linksherz-Syndrom, wodurch Fehlbildungen am Herzen und der Aorta auftreten.

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Dieses Syndrom ist sehr selten, weshalb sich die Eltern damals dazu entschlossen hatten, das Herz von Isabel der Forschung zu spenden, wie Mutter Cheryl erzählte: "Wir hoffen, dass die Spende von Isabels Herz einem anderen Kind helfen wird. Wenn sie die Ursache der Krankheit herausfinden können, können sie vielleicht auch eine Heilung finden. Anderen Eltern könnte es helfen, wenn sie sich schon in der Schwangerschaft untersuchen lassen.“

Momentan versuchen sie Beatrix bei Laune zu halten, wie die 40-Jährige berichtete: „Wir versuchen, Beatrix ein kleines Lächeln zu entlocken, dafür zu sorgen, dass sie glücklich ist und sich wohl fühlt - und das Bewusstsein für Organspenden zu schärfen.“

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Die Familie hofft, bald ein Spenderherz für Beatrix zu bekommen, damit die Kleine endlich wieder nach Hause kann. (pdr)