Verschwendete Rohstoffe

Warum wir gerade jetzt Elektroschrott sortieren sollten...

Sammelbox für Batterien
Für alte Batterien und Akkus gibt es im Handel Sammelboxen. Foto: Franziska Gabbert
deutsche presse agentur

Der Toaster ist kaputt, die Batterien leer. Doch wohin damit? Laut Umwelthilfe wissen das viele Nutzerinnen und Nutzer nicht. Es fehle an Informationen. Mit der Folge: Wichtige Rohstoffe gehen verloren und das gerade in Zeiten, wo wegen des Krieges vieles knapp ist.

Wir geben Tipps für eine richtige Entsorgung.

Deutsche Umwelthilfe: Nicht einmal die Hälfte des Elektroschrotts wird recycelt

Nickel, Aluminium und Kupfer – sie stecken in vielen unseren alltäglichen Produkten. Ob in unserem Staubsaugerakku oder in der handelsüblichen Batterie. Doch geht beides kaputt, sammelt sich der Schrott meist im Keller oder wird in den Hausmüll geschmissen. Dabei kann das Material wiederverwendet werden – also recycelt.

Doch die Deutsche Umwelthilfe kritisiert: Nicht einmal die Hälfte der Elektroaltgeräte und Altbatterien werden korrekt gesammelt und recycelt. Ein Problem, gerade in der aktuellen Situation.

„In der jetzigen Lage müssen wir Rohstoffabhängigkeiten möglichst verhindern“, sagt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Umwelthilfe. Russland gehöre zu den Hauptexporteuren für diese Rohstoffe. Und das gehe nur, wenn bereits vorhandene Teile wieder im Kreislauf landen.

Die Deutsche Umwelthilfe vermisst vor allem eins: Hinweise im Handel. Stichproben hätten gezeigt, das ist das unzureichend gebe, genauso wie geschultes Personal.

Und laut Umweltbundesamt fühlen sich viele Käuferinnen und Käufer auch nicht informiert. Nur etwa sechs von zehn Personen wussten über die Entsorgung Bescheid. Deshalb fordern die Deutsche Umwelthilfe und Verbraucherzentrale NRW etwa die Ausweitung gesetzlicher Informationspflichten des Handels.

Doch auch so kann jeder etwas tun.

Woran erkenne ich, dass ein Gerät Elektroschrott und kein Hausmüll ist?

Wenn auf dem Gerät, der Gebrauchsanweisung oder dem Garantieschein eine durchgestrichene Mülltonne zu finden ist, gehört es nicht in den Hausmüll. Sie müssen es als Elektroschrott entsorgen.

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Empfehlungen unserer Partner

Wo können Elektroaltgeräte zurückgegeben werden?

  • Kommunale Sammelstellen: In der Regel gibt es kommunale Sammelstellen. Hier können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre ausrangierten Geräte abgeben – und zwar kostenlos. Die Städte und Kommunen decken das mit Wertstoffhöfen oder Schadstoffmobilen ab. In manchen Kommunen gibt es zudem Sammelcontainer für Kleingeräte an öffentlichen Plätzen oder es wird eine sperrmüllbegleitende Abholung der Elektroaltgeräte angeboten.
  • Händler: Alle Händler mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmetern müssen kleine Elektroaltgeräte wie etwa Handys, Toaster, Fernbedienungen grundsätzlich kostenlos zurücknehmen. Neu dazu kommt: Ab Juli gilt das auch für große Supermärkte und Lebensmitteldiscounter, die mehrmals im Jahr oder dauerhaft Elektro- und Elektronikgeräte anbieten.
    • Dabei muss das Gerät auch nicht bei dem Händler gekauft worden sein und sie müssen auch nicht im Gegenzug etwas neues kaufen.
    • Etwas anderes ist das bei größeren Geräten wie etwa Fernseher oder Waschmaschine. Hier gilt das beim Neukauf des gleichen Geräts. Also: Kaufen wir eine neue Waschmaschine, muss der Händler die alte Waschmaschine unentgeltlich zurücknehmen. Diese Rücknahmepflicht gilt auch für den Versand- und Onlinehandel. Ob Sie Ihre Altgeräte einfach kostenlos an den Händler schicken können oder dieser eine andere Form der Rücknahme einrichtet, bleibt dem Händler überlassen.

Wenn Sie unsicher sind, erkundigen Sie sich einfach bei Ihrem Händler oder bei Ihrer Kommune.

Batterien, Leuchtmittel und Akkus

Die haben Sie bestimmt schon entdeckt: Die Sammelboxen in Supermärkten und Drogerien. Hier können Batterien und Leuchtmittel entsorgt werden. Denn sie gehören weder in den Haus- noch in den Elektromüll. Nehmen Sie die Batterien aus den Geräten heraus und entsorgen Sie sie getrennt. Auch für Akkus gibt es bei vielen Rück­nahme­stellen separate Behälter. (dpa/mtr)