Eisenmangel: Alles was sie über die Mangelerscheinung wissen müssen

7. März 2018 - 16:20 Uhr

Wie Sie Eisenmangel erkennen und was Sie dagegen tun können

Sie sind ständig müde, fühlen sich oft schlapp und kommen nicht so richtig in die Gänge? Dann könnte es sein, dass Sie unter Eisenmangel leiden. Schließlich ist das eine der häufigsten Mangelerscheinungen der Welt, unter der rund 30 Prozent aller Menschen leiden.

Erfahren Sie hier, was Eisenmangel mit dem Körper anstellt, wer besonders gefährdet ist und was gegen die Mangelerscheinung hilft.

Was versteht man unter Eisenmangel?

Bild: Bei Eisenmangel können mehrere Faktoren Auslöser sein
Rissige Mundwinkel können ein Zeichen für Eisenmangel sein.
© picture alliance / Bildagentur-o

Wer unter Eisenmangel leidet, dem fehlt Eisen – ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper nicht selbst produzieren kann. In erster Linie ist Eisen für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und damit für den Sauerstofftransport verantwortlich, es ist aber auch Bestandteil der Kraftwerke von Enzymen und Zellen.

Zwar entwickelt sich ein Eisenmangel stufenweise, was bedeutet, dass zunächst auf das im Körper gespeicherte Eisen zurückgegriffen wird, doch auch während dieser Phase kann es bereits zu Symptomen wie glanzlosen Haaren, brüchigen Nägeln, trockener Haut, rissigen Mundwinkeln und Zungenbrennen kommen.

Schreitet der Eisenmangel weiter fort, kommt es zu einer Beeinträchtigung der Blutbildung, zur sogenannten Blutarmut. Betroffene sind oft blass, ständig müde, vermindert leistungsfähig und leicht ablenkbar. Sie klagen häufig über Schwindel und Kopfschmerzen und spüren teilweise ein Kribbeln in Armen und Beinen. Auch die Abwehrkräfte des Körpers leiden und der gesamte Organismus wird anfälliger für Infekte und Krankheiten.

Da der Körper Eisen nicht in Eigenproduktion herstellen kann, müssen wir es durch die Nahrung aufnehmen. Im Normalfall genügt eine ausgewogene Ernährung, um den täglichen Eisenbedarf zu decken. Zu Mangelerscheinungen kommt es bei unausgewogener Ernährung, oder bei Menschen, die einen erhöhten Eisenbedarf  oder –verbrauch haben.

Risikogruppen für Eisenmangel

Frauen leiden im Vergleich zu Männern deutlich häufiger an einem Eisenmangel, nicht zuletzt, da sie jeden Monat durch ihre Menstruationsblutung einiges an Blut und somit Eisen verlieren. Besonders kritisch wird es während Schwangerschaft und Stillzeit, da in dieser Zeit schließlich zwei Körper von den Eisenvorräten zehren.

Auch Kinder, insbesondere während ihrer Wachstumsphasen, haben einen erhöhten Eisenbedarf. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass sich Kinder und Jugendliche unter 15 Jahre nicht vegetarisch oder vegan ernähren sollten. Denn Vegetarier und Veganer sind eine weitere Risikogruppe für Eisenmangel. Zwar finden sich auch in pflanzlichen Nahrungsmittel Eisenanteile, jedoch werden diese dreimal schlechter vom Körper verwertet als Eisen aus Fleisch. Zuletzt sind noch (Extrem-)Sportler zu nennen, die bei körperlicher Ertüchtigung über die Nieren und den Schweiß einen erhöhten Verlust an Mineralstoffen und Spurenelementen haben.

Was hilft gegen Eisenmangel?

Richtige Ernährung ist das A und O, um die Entstehung eines Eisenmangels zu verhindern. Besonders eisenhaltige Lebensmittel sind Fleisch (vor allem rotes) und Hülsenfürchte wie Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen, ebenso wie Weizenkleie und andere Vollkornprodukte.

Vollkommen entleerte Eisenspeicher lassen sich nur mit der richtigen Ernährung jedoch nicht wieder auffüllen – in diesem Fall sollten Sie auf Eisentabletten oder eine Eiseninfusion zurückgreifen. Allerdings nur nach Absprache mit Ihrem Hausarzt!

Sie wollen mehr über das Thema Gesundheit und Wohlfühlen erfahren? Hier finden Sie viele weitere Gesundheitsthemen, sowie Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.