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Einreise nach Urlaub - Seehofer: Keine Corona-Kontrollen an deutschen Grenzen

Trotz "vergleichsweiser strikter" Einreiseverordnung

Seehofer: Keine Corona-Kontrollen an deutschen Grenzen

Spahn: "Klare Regeln" zur Urlaubszeit

Die gefährliche Delta-Variante ist auf dem Vormarsch, macht in Deutschland schon mindestens die Hälfte der Neuinfektionen aus. „Es liegt an uns, ob Delta bei uns weiter zunimmt“, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Bundespressekonferenz. Deswegen gibt es jetzt, vor Beginn der Reisezeit, klare Regeln durch eine „vergleichsweise strikte“ Einreiseverordnung. Ziel: Das weitere Einschleppen des Virus nach Deutschland minimieren. Im Video erklärt Spahn, was Sie bei der Einreise nach Deutschland beachten müssen.

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Gesundheitsämter überprüfen, ob die Quarantäne eingehalten wird - "entscheidende Kontrollmöglichkeit"

ARCHIV - 04.05.2021, Berlin: Horst Seehofer (r, CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, stellt in der Bundespressekonferenz die Fallzahlen politisch motivierter Kriminalität für das Jahr 2020 vor. (zu dpa «Seehofer: Es hat vier Wochen ge
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bekräftigt: Keine Grenzkontrollen wegen Corona.
nie exa ost, dpa, Kay Nietfeld

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) bekräftigt, es sei „nicht beabsichtigt, an den Außengrenzen der Bundesrepublik Deutschland stationäre Grenzkontrollen wegen der Pandemie einzuführen.“ Stattdessen gebe es nach wie vor die Schleierfahndung, auch wegen der Migration und zur Abwehr von Terrorgefahren, sagt Seehofer in Berlin. Anders sei die Lage an den Flughäfen, wo es eine „lückenlose Kontrolle“ gebe. Hier achte die Bundespolizei darauf, dass Passagiere eine Einreise-Anmeldung hätten sowie einen Nachweis zur Impfung, Testung oder Genesung.

Die digitale Einreiseanmeldung ist wichtig, damit die Gesundheitsämter stichprobenartig überprüfen können, ob die Quarantänepflichten eingehalten werden. Dies sei die „entscheidende Kontrollmöglichkeit“, um die Zahl der Neuinfektionen niedrig zu halten, so Seehofer.

Jens Spahn: "Wir haben es selbst in der Hand, wie es nach dem Sommer wird"

​​Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus in Deutschland noch im Juli 70 bis 80 Prozent der Neuansteckungen ausmacht. Daher sei es wichtig, das Impftempo aufrechtzuerhalten, sagt Spahn. Bislang seien in Deutschland zwei Drittel aller Erwachsenen mindestens einmal geimpft. Generell hätten mittlerweile 55 Prozent eine Erstimpfung erhalten, doppelt geimpft seien 37,3 Prozent. Spahn betont, nur eine vollständige Impfung schütze vor Delta.

Inzwischen gibt es deutlich mehr Möglichkeiten, um die Pandemie einzudämmen, als noch im letzten Sommer, so Spahn. Er appelliert daher an alle Bürger, sich impfen und weiterhin regelmäßig testen zu lassen. „Dann entscheidet sich, ob aus einem schönen Urlaub auch eine schöne anschließende Zeit wird.“ (dpa/sli)