US-Studie warnt

E-Zigaretten sollen sich negativ auf Fruchtbarkeit und Schwangerschaft auswirken

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12. September 2019 - 7:40 Uhr

E-Zigaretten wirken sich negativ auf Fruchtbarkeit aus

E-Zigaretten können schädliche Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben und auch die Schwangerschaft an sich negativ beeinflussen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of North Carolina. Sie wurde zwar an Mäusen durchgeführt, die Forscher vermuten allerdings, dass sich diese Ergebnisse auch auf Menschen übertragen lassen.

Mäuse brauchten länger, um schwanger zu werden

Der Dampf von E-Zigaretten hat sich in der Studie negativ auf die Fruchtbarkeit der Nagetiere ausgewirkt – sowohl bei den Weibchen, als auch bei den Männchen. Mäuse, die dem Dampf ausgesetzt waren, brauchten drei bis vier Tage länger, um schwanger zu werden.

Auch bei den Babys der Mäuse, die in der Schwangerschaft dem Dampf ausgesetzt waren, wurden negative Folgen deutlich. Sie hatten häufiger Stoffwechselstörungen und ein größeres Risiko, Herzerkrankungen und Diabetes zu bekommen. Als erwachsene Maus wogen sie im Alter von 8,5 Monate weniger, als die Vergleichsmäuse, die keinem E-Zigaretten-Qualm ausgesetzt waren.

Ärzte warnen schon lange vor E-Zigaretten

"Die Ergebnisse sind wichtig, denn sie verändern unsere Sicht im Hinblick auf die Sicherheit von E-Zigaretten als Alternative zu traditionellen Zigaretten vor und während der Schwangerschaft", sagte Kathleen Caron. Sie ist eine der Autorinnen der Studie, die im Fachblatt "Journal of the Endocrine Society" veröffentlicht wurde.

Allerdings warnen Ärzte schon seit längerem vor E-Zigaretten in der Schwangerschaft. Denn viele E-Zigaretten enthalten Nikotin, auch wenn die Konsumenten das nicht immer wissen. Wie schädlich die Auswirkungen für das Baby sind, haben wir hier noch einmal veranschaulicht. Und auch die Annahme, dass E-Zigaretten nicht so ungesund wie herkömmliche Zigaretten sind, halten Experten für einen Irrglauben.