Wo bleibt der Regen?

Schifffahrt eingestellt: Pegelstände von Weser und Elbe fallen dramatisch

Den Flüssen fehlt das Wasser
Wegen des Niedrigwassers fahren vielerorts keine Fähren und größeren Schiffe mehr.
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Im Norden scheint die Sonne! Doch das konstante Sommerwetter hat auch düstere Seiten: Seit Wochen fällt kaum Regen bei sehr heißen Temperaturen. Auf einer rund 50 Kilometer langen Strecke ist die Elbe aktuell vom Niedrigwasser betroffen. Die Weser hat es mit einer Länge von mehr als 200 Kilometern noch schlimmer erwischt. Hier herrscht das Niedrigwasser von Höxter bis nach Bremen und das spürt auch die Schifffahrt.

Dem Fluss fehlt das Wasser

Den Flüssen in Niedersachsen fehlt das Wasser
Fähre "Tanja" kann die Elbe nicht mehr passieren.
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Innerhalb von sieben Tagen ist der Wasserstand der Elbe bei Neu Darchau um 32 Zentimeter gesunken. Damit hat der Fluss dort insgesamt nur noch einen Pegel von knapp 100 Zentimetern. Andreas Dau vom dortigen Fährbetrieb beobachtet die Entwicklung des Pegelstands schon seit einigen Jahren: „Wir haben in den letzten Jahren beobachtet, dass der Pegel in der Elbe immer weiter sinkt. Im Sommer ist der Pegel deutlich geringer als früher und das macht uns die Schwierigkeiten.“

Tanja bleibt stehen

Die Fähre Tanja kann wegen dem niedrigen Wasser die Elbe bereits seit drei Wochen nicht mehr überqueren. Ein paar hundert Fährgäste nutzen eigentlich die Fähre in Neu Darchau im Landkreis Nüchow-Dannenberg, um auf die andere Seite der Elbe hinüberzuwechseln. Aktuell müssen auf der Weser und der Elbe in Niedersachsen mehrere Schifffahrtsunternehmen ihren Betrieb einstellen, weil die großen Schiffe auf Sandbänken auflaufen könnten.
Für das Pegel-Problem der Flüsse sieht Thomas Lippel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser nur eine Lösung: „Wir bräuchten länger andauernden Regen, nicht nur diese einzelnen lokalen Gewitterzeiten, sondern flächendeckend Niederschläge im Revier, damit sich die Situation wieder entspannt.“ (jsi)